Heuschnupfen: Im Herbst mit der Sensibilisierung starten

Pollenallergiker sollten im Herbst mit der Hyposensibilisierung beginnen. (Foto: Bilderbox)
Pollenallergiker sollten im Herbst mit der Hyposensibilisierung beginnen. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Wenn der Pollenflug im Herbst abnimmt, beginnt für Allergiker die richtige Zeit für eine Hyposensibilisierung.

Darauf weist die Deutsche Krankenversicherung (DKV) hin.

Der Grund: Wird früh genug begonnen, kann die Therapie zur neuen Pollensaison schon ihre Wirkung zeigen. Außerdem ist die Belastung für die Allergiker nicht so hoch, wenn keine Pollen fliegen.

Die Hyposensibilisierung, auch Allergie-Impfung genannt, bekämpft nicht wie Nasenspray und Augentropfen nur die Symptome, sondern die Ursache des Heuschnupfens. Ziel der Hyposensibilisierung ist es, das Immunsystem an das Allergen, auf das es sonst heftig reagiert, schrittweise zu gewöhnen.

Immer höhere Allergen-Dosen werden gespritzt

Das kann auf verschiedene Arten funktionieren. Bei der klassischen Hyposensibilisierung bekommt der Patient anfangs jede Woche eine Spritze mit dem Allergen in immer höheren Dosen, später wird sie einmal monatlich gegeben. Die Behandlung dauert in der Regel drei Jahre.

Eine andere Variante wird nur vor der Pollenflugsaison durchgeführt und muss in den folgenden Jahren mehrmals wiederholt werden. Auch die Gabe von Tabletten oder Tropfen anstelle der Spritze ist möglich. Allerdings ist sie momentan nur für Gräserallergiker erhältlich. Welche Art der Hyposensibilisierung geeignet ist, sollten Betroffene am besten mit ihrem Arzt besprechen.