Herznotfall: Nach dem Notruf nicht einfach abwarten

Bei Herzstillstand wichtig: Herzdruckmassage so lange, bis der Arzt kommt. (Foto: Bilderbox)
Bei Herzstillstand wichtig: Herzdruckmassage so lange, bis der Arzt kommt. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Es kann ganz plötzlich passieren: Auf der Straße, im Geschäft oder im Bus bricht ein Mensch bewusstlos zusammen – womöglich ein akuter Herzstillstand.

Viele trauen sich nicht, mehr zu tun, als einen Notruf abzusetzen. Das kann jedoch fatale Folgen haben, teilt die Deutsche Herzstiftung mit.

Nach dem Wählen der 112 einfach nur abzuwarten, sei zu wenig. Vielmehr brauche ein Patient mit akutem Herzstillstand bis zum Eintreffen des Notarztes eine lebensrettende Herzdruckmassage. Nur die wenigsten trauen sich das allerdings zu. Die Ängste: Man könnte dem Betroffenen damit schaden, wenn er doch keinen Herzstillstand hat, oder ihm gar mehrere Rippen brechen.

Herzdruckmassage ist gar nicht so schwer

Die Deutsche Herzstiftung räumt diese Vorurteile allerdings aus: Auch wenn der Patient „nur“ bewusstlos sei, könne eine Herzdruckmassage keinen Schaden anrichten. Und wenn tatsächlich Rippen brechen sollten, sei das im Notfall das kleinere Problem – dann doch lieber ein Leben retten.

Eine Herzdruckmassage sei überdies leicht zu erlernen und anzuwenden, sagt die Herzstiftung, und stellt allen Interessierten auf ihrer Homepage unter www.herzstiftung.de/herznotfall-set.htm ein kostenloses Herznotfall-Set zum Bestellen zur Verfügung. Es enthält Informationen darüber, wie man sich im Notfall verhält, wie man prüft, ob ein Herzstillstand vorliegt und wie eine Herzdruckmassage richtig angewandt wird.