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Gesundheits- statt Mode-Trend: Kinesiologie-Tapes

Kinesiotaping beim Sport. Foto: Martin Schlecht, Fotolia.com
Kinesiotaping beim Sport. Foto: Martin Schlecht, Fotolia.com

Ob beim Joggen, Klettern oder Schwimmen, vielen Freizeitsportlern fallen sie auf: die auffallend farbigen Kinesiologie-Tapes auf dem Rücken, an den Armen oder an den Beinen.

Doch wofür sind die bunten Klebestreifen gut? Nutzen sie wirklich oder sind sie nur ein aufsehenerregender Trend?

Die Idee hinter den Kinesiologie-Tapes: Schmerzen wegpflastern

Der Japaner Kenzo Kase gilt als Erfinder der Kinesiologie-Tapes, die im Profi- und Freizeitsport sowie bei Muskelverspannungen zum Einsatz kommen. Bereits 1979 wandte der erfahrene Chiropraktiker die Kinesiologie-Tape-Methode im Sumo-Ringen an. Mit seinen aus feiner Baumwolle gewebten Tapes schuf er für viele seiner Klienten eine überwiegend als wirkungsvoll empfundene Alternative zu medikamentösen Schmerztherapien.

Die atmungsaktiven, hochelastischen Klebestreifen, die beispielsweise hier zu finden sind, gibt es in verschiedenen Farben. Der Grund hierfür ist simpel. Kaze erkannte in der Zusammenarbeit mit vielen Sportlern und Klienten, wie wichtig die psychologische Wirkung der Optik der Kinesiologie-Tapes für viele Anwenderinnen und Anwender ist. Aus diesem Grund wird ein Kinesiologie-Tape auch farblich an die Bedürfnisse eines Patienten angepasst. Welche Farbe gewählt wird, liegt einerseits an den Farbvorlieben des Behandelten und wird andererseits von der Erfahrung des behandelnden Physiotherapeuten, Gesundheitsberaters, Chiro- bzw. Heilpraktikers bestimmt.

Die beabsichtigte Wirkung: Schmerzreduktion und mehr Körperbewusstsein

Wissenschaftlich fundierte Studien zur Wirksamkeit der Kinesiologie-Tapes gibt es derzeit noch keine. Viele Mediziner sind sich jedoch einig, dass die bunten Klebebänder die Muskelaktivität beeinflussen können. Einige Forscher schreiben den Kinesiologie-Tapes reine Placebo-Effekte zu. Dieser These widerspricht jedoch die momentane Physio-, Orthopädie- und Sporttherapie-Praxis. So werden Kinesiologie-Tapes sogar in Kliniken behandlungsbegleitend genutzt, um

  • Bewegungen nicht einzuschränken und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu nutzen
  • die körpereigene Wahrnehmung zu intensivieren und zu optimieren sowie
  • das Schmerzempfinden zu senken.

Das Taping soll die Verbindung zwischen Muskeln, Faszie und Haut beeinflusst. Diese ist entscheidend dafür, wie wohl sich jemand in seiner Haut fühlt. Insbesondere bei Verspannungen im Muskelgewebe und damit verbundenen Problemen im Bewegungsapparat kann eine Kinesiologie Tape Anwendung finden. Auch wenn die mittel- und langfristig positive Wirkung einer Kinesiologie-Tape-Therapie durch keine medizinischen Studien belegt sind, ergreifen vor allen Dingen Schmerzpatienten die Chance, bestehende Beschwerden ohne medikamentöse oder operative Therapien zu behandeln.