Heiße Steine mit entspannender Wirkung

Bei der Hot-Stone-Massage wird vulkanisches Lavagestein (Basalt) verwendet, was die Wärme besonders lange speichern kann. (Foto: W. Heiber Fotostudio / Fotolia)
Bei der Hot-Stone-Massage wird vulkanisches Lavagestein (Basalt) verwendet, was die Wärme besonders lange speichern kann. (Foto: W. Heiber Fotostudio / Fotolia)

Wie die Hot-Stone Massage Blockaden löst und die Muskeln lockert.

Was gibt es Schöneres, als sich nach einem kalten, nassen Tag wieder ordentlich aufzuwärmen und zu entspannen? Wellness für Körper und Seele ist gerade in der kalten Jahreszeit wichtig, um wieder Energie für den Alltag zu tanken. Hier gibt es eine ganze Palette an wohltuenden Anwendungen.

Besonders entspannend auf Muskulatur, Blut- und Lymphkreislauf sowie auf die Haut wirken da die mechanischen und thermischen Reize einer Massage. Ein Massageöl hilft zudem beim Massieren und kann so auch seine Wirkstoffe und Aromen gut entfalten. Damit werden nicht nur verspannte Muskeln butterweich, sondern auch die massierte Haut streichelzart.

Drücken, Klopfen und Kneten löst Verspannungen

Eine sehr beliebte Massagemethode ist hierzulande die Hot-Stone Massage. Dabei werden warme Steine auf den Energiezentren (Chakren) des Körpers verteilt. Die etwa 90-minütige Anwendung regt die Durchblutung an, lockert Muskeln und soll die Selbstheilungskräfte stärken.

Laut dem Verbraucherportal der Stiftung Warentest test.de liegt der Ursprung der Hot-Stone Massage in den USA bei der sogenannten LaStone-Massage. Diese beruht auf uralten indianischen Heilmethoden, hat einen festgelegten Ablauf und darf nur von speziell zertifizierten Masseuren angeboten werden. In Deutschland wird häufiger die Hot-Stone Massage praktiziert, die keinen so festen Regeln folgt.

Hierbei arbeitet der Masseur mit warmen, (bei LaStone auch kühlen Steinen). Teilweise liegt der Gast auf den Steinen drauf, es kommt jedoch häufiger vor, dass der Masseur die Steine auf bestimmte Punkte wie Stirn, Bauch, Rücken, Hände oder Füße legt. Manchmal klopft er auch den Körper mit den Steinen ab. Ihre Hitze soll in verhärtete Muskeln eindringen und das Drücken, Klopfen und Kneten soll Verspannungen lösen. Das Ganze abwechselnd mit kühlen Steinen führt zudem zu einem anregenden Kalt-Warm-Effekt. Zunächst wird aber der Körper mit Öl eingerieben, was die Steine auch besser gleiten lässt.

Auch für emotional Gestresste gedacht

Die Hot-Stone Massage zielt vornehmlich auf Muskellockerung ab. Bei den verwendeten Steinen handelt es sich meistens um vulkanisches Lavagestein (Basalt), was in Wasser bis auf 60 Grad Celsius erhitzt wird. Natürlich kommen solch heiße Steine nicht direkt auf die Haut, sondern auf ein aufliegendes Handtuch. Bei geringerer Temperatur werden die Steine dann auch direkt auf die Haut gelegt. Die Steine gibt es in verschiedenen Größen und sie besitzen die Fähigkeit, Wärme lange zu speichern. So können sie bereits vor Beginn der eigentlichen Behandlung ihre Wärme in Form von Thermotherapie an die Muskulatur abgeben.

Die Hot-Stone Massage ist übrigens auch für emotional gestresste Menschen empfehlenswert. Denn die Wärmebehandlung wirkt gleichzeitig beruhigend auf das Nervensystem. Es kommt zu einer tiefen Entspannung und zu einer Linderung von stressbedingten Symptomen wie Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit. Menschen mit Bluthochdruck oder Herzerkrankungen wird jedoch ebenso von dieser Massageform abgeraten wie Patienten mit Osteoporose oder bestimmten Haut- oder Muskelerkrankungen im Anwendungsbereich. Im Einzelfall sollte man mit seinem Arzt abklären, ob eine Hot-Stone Massage unbedenklich ist.