Heiß und kalt im Wechsel

Beim Saunieren wird unter anderem der Kreislauf stimuliert sowie das Haut- und Körpergewebe gereinigt. (Foto: BillionPhotos.com / Fotolia)
Beim Saunieren wird unter anderem der Kreislauf stimuliert sowie das Haut- und Körpergewebe gereinigt. (Foto: BillionPhotos.com / Fotolia)

In der Sauna wird das Immunsystem gestärkt.

(dbp/fru) Etwa 30 Millionen Deutsche gehen regelmäßig in die Sauna, etliche davon aus rein gesundheitlichen Gründen, um zum Beispiel Beschwerden wie Rückenschmerzen, Rheumaleiden, Akne, leichte Kreislaufprobleme und Durchblutungsstörungen zu lindern. Schwitzen in der Sauna ist gut für Körper und Seele. Der Wechsel zwischen Hitze und Abkühlung härtet den Körper ab und gewöhnt ihn daran, sich schnell auf veränderte Temperaturen einzustellen. So wird der Kreislauf stimuliert und auch das Haut- und Körpergewebe gereinigt. Darüber hinaus wirkt sich die Sauna-Hitze positiv auf Stress aus, fördert das schnellere Einschlafen und das Durchschlafen. Es geht beim Saunabesuch also auch um Wellness und allgemeines Wohlbefinden.

Dem Aufheizen folgt die Abkühlung

Die erste Aufheizphase sollte zwischen acht und höchstens fünfzehn Minuten dauern. Wenn die Wärme unangenehm wird, sollte man die Sauna verlassen. Die letzten zwei Minuten vor Verlassen des Raums sollten im Sitzen verbracht werden, um den Kreislauf wieder an die aufrechte Haltung zu gewöhnen. Anschließend ist es sinnvoll, zunächst frische Luft zu schnappen, um die Atemwege zu kühlen. Danach funktioniert die Körperabkühlung am besten mit einer Schwallbrause oder einem Schlauch. Wer den Schlauch benutzt, sollte bei den Füßen beginnen, danach die Beine hinauf und die Arme entlang spritzen. Die Herzregion und das Gesicht sollten zuletzt unters kühle Nass. Wer möchte, kann nach dem Abduschen noch einmal ins kalte Tauchbad, wobei diese Methode der Abkühlung für Menschen mit Bluthochdruck nicht geeignet ist.

Den Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgen

In der Regel sind drei Saunagänge ausreichend. Nach dem letzten Gang kann zusätzlich ein warmes knöchelhohes Fußbad das Nachschwitzen verhindern. Man sollte auf jeden Fall genügend Zeit einplanen. Empfehlenswert sind mindestens zwei Stunden, um zwischen den Saunagängen ganz nach Belieben Ruhepausen einlegen zu können. Vor dem ersten Gang empfiehlt es sich, gründlich zu duschen und sich anschließend gut abzutrocknen. Der Grund: Trockene Haut schwitzt schneller, wie der Deutsche Sauna-Bund mitteilt. Außerdem sorgt das vorherige Duschen für Hygiene im Schwitzraum. Wer besonders schnell ins Schwitzen kommen will, kann den Körper vor dem Betreten der Sauna noch mit einer Bürste massieren oder ein warmes Fußbad nehmen.

Tipp: Nicht mit Hunger oder Durst in die Sauna gehen, weil das den Entspannungseffekt schmälert. Da man beim Saunieren bis zu zwei Liter Schweiß verlieren kann, ist es zudem wichtig, dem Körper auch während und nach dem Saunieren ausreichend Flüssigkeit zuzuführen. Nach der Sauna sollte man sich nicht zusätzlich sportlich betätigen. Bei akuten und fieberhaften Erkrankungen, bei ernsten Herz-Kreislaufbeschwerden sowie bei Entzündungen ist saunieren nicht sinnvoll. Menschen mit Vorerkrankungen sollten deshalb vor dem Saunabesuch zur Sicherheit einen Arzt um Rat fragen. Übrigens: Aus medizinischer Sicht können auch gesunde Babys mit in die Sauna genommen werden. Nach dem Saunagang sind die Babys für gewöhnlich entspannter und schlafen auch besser.