Hautpflege im Winter ist besonders wichtig

Im Winter sollte man nicht zu lange duschen oder baden, weil das den Eigenschutz der Haut auflösen kann. Cremes können diesen Feuchtigkeitsverlust aber wieder ausgleichen. (Foto: Picture-Factory / Fotolia)
Im Winter sollte man nicht zu lange duschen oder baden, weil das den Eigenschutz der Haut auflösen kann. Cremes können diesen Feuchtigkeitsverlust aber wieder ausgleichen. (Foto: Picture-Factory / Fotolia)

Unterschiedliche Hauttypen brauchen unterschiedliche Pflege.

(dbp/fru) Die Haut als unser größtes Organ ist täglich vielen inneren und äußerlichen Einflüssen ausgesetzt. Stress kann beispielsweise zu einem schlechten Hautbild führen, aber auch Trockenheit und Kälte können der Haut zu schaffen machen. Deshalb sollte man im Winter besonders darauf achten, dass die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt wird.

Eine allgemeine Pflegeempfehlung auszusprechen ist jedoch schwierig, da Männer und Frauen unterschiedliche Hauttypen haben. Männerhaut ist z. B. etwa 20% dicker als Frauenhaut. Zudem haben Männer mehr Talgdrüsen und produzieren dadurch mehr Talg, was die Haut weniger austrocknen lässt als bei Frauen. Des Weiteren unterscheiden sich z. B. die Hautpartien im Gesicht bei beiden Geschlechtern von denen an den Händen und am restlichen Körper, weshalb auch hier unterschiedliche Pflegeprodukte sinnvoll sind. Und nicht zuletzt spielt auch das Alter eine Rolle.

Zunächst den Hauttyp bestimmen lassen

Bevor man sich auf die Suche nach den richtigen Pflegeprodukten begibt, sollte man zunächst seinen Hauttyp ermitteln und schauen, ob überhaupt eine gesonderte Pflege notwendig ist. Hierzu kann man sich beim Dermatologen oder auch in vielen Apotheken und Reformhäusern beraten lassen. Hier werden teilweise auch Messungen zur Hautfeuchtigkeit und Hautelastizität angeboten.

Wenn der Haut z. B. Fette fehlen, kann die darin enthaltene natürliche Feuchtigkeit schneller verdunsten, und die Haut wird trocken. Dadurch können auch Fremdstoffe leichter in die Haut gelangen, was sie noch empfindlicher machen kann. Insbesondere beim Duschen oder Baden verliert die Haut dann noch mehr Feuchtigkeit. In solchen Fällen sind Körperlotionen mit einem hohen Anteil an Urea (Harnstoff) zu empfehlen. Diese helfen dabei, die Schutzfunktion der Haut wiederherzustellen und den Wasserverlust zu normalisieren.

Manchmal sind auch nur einzelne Körperstellen wie Ellenbogen oder Knie von Austrocknung betroffen. Diese kann man dann z. B. mit hochwertigen Ölen oder Sheabutter-Präparaten behandeln. Tritt die trockene Haut auch im Gesicht auf, ist eine regelmäßige Behandlung mit reichhaltiger Feuchtigkeitscreme empfehlenswert.

Bei Hautkrankheiten mit dem Arzt abstimmen

Patienten mit Hautkrankheiten wie beispielsweise Neurodermitis oder diabetischem Fuß müssen im Winter verstärkt auf die Pflege der betroffenen Stellen achten und sich ggf. auch mit dem behandelnden Arzt abstimmen. Trockenheit und Kälte begünstigen z. B. bei Diabetikern Risse am Fuß. Hier können pflegende Fußcremes, die meistens Urea enthalten, Abhilfe schaffen. Neurodermitispatienten sollten im Winter hingegen eher auf fetthaltige Cremes zurückgreifen.

Schlussendlich spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Gerade im Winter ist eine Versorgung mit ausreichend Nährstoffen essentiell, um sich vor Infekten und sonstigen Krankheiten zu schützen. Für eine gesunde Haut kann man beispielsweise öfters mal Avocados verzehren. Diese enthalten „gute“ Fette. Das in vielen Zitrusfrüchten enthaltene Vitamin C schützt die Haut vor Schadstoffen aus der Luft und Biotin aus Haferflocken, Nüssen oder Milch regt die Erneuerung der Haut an.

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