Hautpflege – gut versorgt bei Sonnenschein

Bei Sonnenschutzcremes kann man ruhig „dick auftragen“. (Foto: Bilderbox)
Bei Sonnenschutzcremes kann man ruhig „dick auftragen“. (Foto: Bilderbox)

Reichlich eincremen, viel Wasser trinken und den Kopf bedecken

(dbp/kmh) Sie hebt die Stimmung, verwöhnt Seele und Körper. Die Sonne wärmt auf angenehme Art, vorausgesetzt sie wird nicht ungeschützt genossen.

Früher galt die Devise: Eincremen mindestens eine halbe Stunde, bevor es in die Sonne geht. Moderne Sonnenpflegeprodukte entfalten ihr Wirkspektrum augenblicklich. Es reicht also, den Körper kurz vor dem Sonnenbad mit Sonnenpflege zu versorgen. Jedoch kann jedes Produkt nur dann effektiv schützen, wenn es ausreichend und überall aufgetragen wird. Um den angezeigten UV-Lichtschutz tatsächlich zu erreichen gilt: zwei Milligramm Sonnenschutzmittel pro Quadratzentimeter Haut. Das entspricht etwa sieben Teelöffeln Lotion für den Körper. Das Gesicht ist mit einem Teelöffel voll perfekt geschützt.

Elf Striche in Handlänge lautet die Formel für die richtige Anwendungsmenge am ganzen Körper. Sie teilt sich auf in eine pro Arm, eine für Gesicht und Hals, zwei für Brust und Bauch, zwei für den Rücken und zwei pro Bein, die Fußrücken nicht vergessen.

Einen Schutz vor Pigmentierung (braune Flecken im Gesicht und auf den Händen) bieten Gesichts- und Handcremes mit Lichtschutzfaktor. Als alleinige Pflege bei Sonnenbädern reichen sie nicht, aber sie schützen gut im ganz normalen, sonnigen Alltag.

Sonnenbrand unbedingt vermeiden

Ein Sonnenbrand ist eine Entzündung der Haut. Der Schaden beginnt bereits, wenn sich die Haut leicht rötet. „Deshalb sollte insbesondere bei Kindern darauf geachtet werden, dass sie sich nur gut geschützt in der Sonne aufhalten. Sie bemerken eine leichte Röte der Haut nicht von selbst“, erklärt der Münchner Dermatologe Dr. Christoph Liebich.

Wenn Sonnenbrand seine Spuren hinterlassen hat, ist das oberste Gebot: raus aus der Sonne. Auch an den Folgetagen sollte die Haut keiner direkten Sonne ausgesetzt werden. Die geschädigten Hautparteien müssen gut eingecremt und mit bedeckt werden. Der Aufenthalt im Schatten ist dann selbstverständlich. Wen es akut erwischt hat, sollte ein kühlendes Gel, beispielsweise mit Aloe Vera auftragen. Auch kalte Umschläge oder Medikamente mit Acetylsalicylsäure helfen. „Im Einzelfall muss der Hautarzt zu Rate gezogen werden“, empfiehlt Dermatologe Liebich.

Bevor es also morgens aus dem Haus geht, an eine Gesichtspflege mit Lichtschutzfaktor denken. Die Sonne stets nur mit passendem Sonnenschutz genießen (noch besser: im Schatten aufhalten) und regelmäßig nachcremen. Eine Kopfbedeckung ist ratsam. Werden die Haare nicht mit einem Hut oder Kopftuch geschützt, hilft spezielles Sonnenspray mit Lichtschutz oder Haaröl. Ansonsten bleichen Haare stark aus, können trocken und strohig werden.

After Sun: Wellness für Haut und Seele

Fand das Sonnenbad am Meer statt, sollten Salzreste aus dem Haar und von der Haut gespült werden. Viel Wasser trinken – das reguliert den vom Schwitzen verursachten Flüssigkeitsverlust. Nach der Dusche spendet eine Aprèslotion der Haut Feuchtigkeit und Pflegestoffe. Eine Gesichtsmaske mit Aloe Vera und Panthenol regeneriert die sonnengestresste Haut.