Haarwurzeln brauchen gesunden Nährboden

Gesunde Haut bereitet den Nährboden für gesund aussehendes Haar. (Foto: Svetlana Fedoseeva / Fotolia)
Gesunde Haut bereitet den Nährboden für gesund aussehendes Haar. (Foto: Svetlana Fedoseeva / Fotolia)

Rauchstopp und vitaminreiche Ernährung machen Haut und Haare schön

(dbp/auh) Gesunde Haare gibt es nicht, kranke auch nicht. Denn Haare sind, genau wie Fingernägel, lediglich „Hautanhangsgebilde“. Haarausfall, fehlender Glanz und Schuppen sind also keine Haarkrankheiten, sondern können Zeichen sein für Störungen der Haut oder anderer Organe, für Autoimmunerkrankungen, Infektionen, hormonelle Dysbalancen oder auch für Nährstoffmängel.

Wenn Haare krank aussehen, hat das aber meist ganz andere Ursachen: Mechanische, chemische oder thermische Überbeanspruchung ist ein häufiger Grund für sicht- und tastbare Schäden am Haar. Zu starkes Trockenrubbeln, zu heißes Föhnen, häufiges Färben, starke UV-Lichteinwirkung, der Einsatz von Lockenstab oder Glätteisen – auf Dauer macht das die Haare stumpf und strohig.

Seidiger Glanz nur bis zur nächsten Wäsche

Wer darauf verzichtet, seine Haare derart zu strapazieren und trotzdem unzufrieden ist mit seiner Haarpracht, greift gern zu speziellen Shampoos, Pflegespülungen oder Haarkuren. Gute Produkte zaubern tatsächlich wieder Glanz ins Haar, es fühlt sich seidig an und duftet verführerisch. Allerdings dauert diese Wirkung nur bis zur nächsten Haarwäsche.

Nachhaltiger wirkt die gezielte Gesunderhaltung der Haut. Denn, darauf weist die Deutsche Haut- und Allergiehilfe hin: So wie ein gesunder Nagel nur in einem gesunden Nagelbett wächst, müssen auch die Haarwurzeln ausreichend versorgt sein, um schönes und glänzendes Haar produzieren zu können. Bis sich das Haar seinen Weg durch die unteren Hautschichten gebahnt hat, ist seine Struktur längst festgelegt.

Sprich: Alles, was der Haut guttut, ist auch gut für die Haare. Das heißt zuallererst: nicht rauchen! Das Deutsche Krebsforschungszentrum stellt dazu fest: „Tabakrauch schadet der Haut gleich mehrfach: Es beschleunigt die Hautalterung, beeinträchtigt die Wundheilung und fördert die Entstehung verschiedener Hautkrankheiten.“ Das Nikotin verengt die Blutgefäße, das Kohlenmonoxid behindert den Sauerstofftransport und die Gewebeversorgung. Die unterversorgte Raucherhaut führt zu einer Beeinträchtigung des Haar- und Nagelwachstums.

Eiweiß, Fett und Vitamine

Die Ernährung spielt auch eine wichtige Rolle für die Vitalität der Haut. Experten empfehlen ein Trio aus hochwertigem Eiweiß, essenziellen Fettsäuren und Vitaminen. Zu den meist genannten Proteinquellen zählen Fisch, mageres Fleisch, Eier und Milchprodukte. Als Fettlieferanten sollten kaltgepresste Pflanzenöle und Nüsse sowie Fisch (Lachs, Makrele und Hering) bevorzugt werden. Bei den Vitaminen steht Biotin (Vitamin H) ganz oben auf der Liste. Aber auch alle B-Vitamine sowie die Vitamine C und E bereiten den geeigneten Nährboden für gesundes Haarwachstum.

Biotin (Vitamin H, veraltete Bezeichnung: Vitamin B7) hat einen besonderen Stellenwert bei der Versorung von Haaren und Nägeln, da es den Aufbau von Keratin fördert, ihren Hauptbestandteil. Nach Angaben der Deutschen Haut- und Allergiehilfe ist eine ausreichende Versorgung mit Biotin über Lebensmittel oder auch über Nahrungsergänzungsmittel nur schwer möglich. Zur Behandlung von verminderter Haar- und Nagelqualität sei eine Kur mit Biotin unter ärztlicher Kontrolle allerdings lohnenswert.

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