„Gute“ Fette können Entzündungen hemmen

Lachs gehört zu den Fischen, die entzündungshemmend wirkende Fette enthalten. (Foto: Svenja98 / Fotolia)
Lachs gehört zu den Fischen, die entzündungshemmend wirkende Fette enthalten. (Foto: Svenja98 / Fotolia)

(dbp/cwr) Wer unter rheumatoider Arthritis (RA) leidet, sollte seine Ernährung daran anpassen und Nahrungsmittel mit entzündungshemmenden Eigenschaften bevorzugen.

Der Fettanteil der Nahrung sollte hauptsächlich aus Pflanzenölen und fettem Seefisch bestehen, empfiehlt der Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh). Der Grund: Diese Lebensmittel enthalten ungesättigte Omega-3-Fettsäuren. Und die wiederum verhindern die Bildung von Substanzen, die Schmerz und Entzündungen hervorrufen – die sogenannten Prostaglandine.

Meiden sollten RA-Patienten dagegen Produkte mit gesättigten Fettsäuren, vor allem Fleisch und fettreiche Milchprodukte. In diesen ist nämlich die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure (AA) enthalten. Und diese fördert die Entzündungen im Körper. „Der Einfluss bestimmter Fettsäuren auf den Verlauf chronisch-entzündlicher Erkrankungen wie RA ist zunehmend belegt“, sagt Dr. Jörg Wendler vom BDRh.

Wichtig sei dabei das Verhältnis zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Denn beide wetteifern um dieselben Enzyme, die am Auf-und Abbau der Prostaglandine beteiligt sind. Wenn diese nämlich von „guten“ Omega-3-Fettsäuren beansprucht werden, um entzündungshemmende Substanzen zu bilden, fehlen sie auf der Gegenseite und können keine Prostaglandine erschaffen. „Das Konzept einer Omega-3-Fettsäure-reichen und AA-armen Ernährung, vor allem in der Kombination mit Fischöl, kann Patienten mit RA zur Unterstützung der entzündungshemmenden Therapie durchaus empfohlen werden“, so Dr. Wendler. Mehr unter www.rheumatologen-im-netz.de.