Gut vorbereitet auf die Piste

Bevor es auf die Piste geht, sollten Kraft und Ausdauer trainiert werden. (Foto: ARochau / Fotolia)
Bevor es auf die Piste geht, sollten Kraft und Ausdauer trainiert werden. (Foto: ARochau / Fotolia)

Moderne Skigymnastik macht auch Wintersportmuffel fit.

(dbp/kmh) Schneebedeckte Landschaften, Hügel und Berge – ein Traum für jeden Wintersportfan. Damit Langlauf und Abfahrt so richtig Spaß machen, heißt es vorab fit werden. Neben einer guten Grundkondition ist es wichtig, beweglich und standfest zu werden. Skigymnastik bereitet den Körper perfekt auf eine aktive Wintersaison vor.

Niemand sollte ohne Trockenübungen in den Wintersport starten. Skigymnastik heißt nicht mehr „wippen, hüpfen, wedeln“. Moderne Trainingsformen, die fit für den Pistensport machen, kombinieren klassische Übungen wie Kniebeugen mit Kraft- und Konditionstraining. Mehr Ausdauer und Muskelkraft – das nutzt auch im Alltag.

Frühzeitig mit dem Training beginnen

Wer keine Kondition hat, dem geht im Wintersporturlaub schnell die Puste aus. Auch wenn es „nur“ Langlauf oder kleine Abfahrten sein sollen, sind ein bis zwei Monate Kardiotraining vorab empfehlenswert. Das Herz-Kreislaufsystem arbeitet besser und kann sich Belastungen schneller anpassen. Gute Trainingsmöglichkeiten zur Steigerung der Ausdauer sind Fahrradfahren, Joggen, Walken oder Nordic Walking. Auch Schwimmen trägt dazu bei, an Land fitter zu werden. Nordic Walking hat den zusätzlichen Vorteil, dass es den Bewegungsabläufen des Langlaufs ähnelt.

Ein optimales Herz-Kreislauftraining sollte mindestens drei Mal pro Woche je eine halbe Stunde dauern. Schnell spürt man dabei Verbesserungen, nach etwa sechs Wochen gewöhnt sich der Körper an das Bewegungsplus. Das macht auch alltägliche Belastungen einfacher.

Wichtig: Ausdauer, Kraft und Balance

Neben ausreichender Kondition ist Beweglichkeit und Kraft für den Wintersport wichtig. Muskeln wirken wie ein stützendes Korsett und schützen vor Verletzungen: Wer stürzt oder umknickt, hat viel weniger Blessuren als ein untrainierter Wintersportler. Ob im Fitness-Studio oder zu Hause: mit Hanteln, gefüllten Wasserflaschen oder dehnbaren Fitnessbändern (Deuser- oder Thera-Band) lässt sich Muskulatur aufbauen und stärken. Empfehlenswert sind täglich ein bis zwei Trainingseinheiten zu je zehn Minuten oder zwei bis drei Mal pro Woche 20 bis 30 Minuten Krafttraining.

Damit auch die Balance stimmt, sind beispielsweise Wackelbretter, Therapiekreisel oder Balanceseile optimal. Intensiv muss der Körper instabile Situationen ausgleichen, ähnlich wie auf einer rutschigen Piste. Balanceübungen lassen sich spielend leicht in den Alltag integrieren: bewusst und stabil auf einem Bein stehen, zum Beispiel beim Fernsehen, Telefonieren oder Zähne putzen. Wer es dann zusätzlich schafft, für einen kurzen Moment die Augen zu schließen und standhaft zu bleiben, stärkt Balance und Muskelkraft zugleich. Dann steht einem erfolgreichen Pistenspaß nichts mehr im Weg.