Gut geschützt in den Urlaub

Bei Urlaubsreisen außerhalb Deutschlands empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Diese schützt zusätzlich bei Krankheiten und Unfällen. (Foto: Fotolia / Wofgang Cibura)
Bei Urlaubsreisen außerhalb Deutschlands empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Diese schützt zusätzlich bei Krankheiten und Unfällen. (Foto: Fotolia / Wofgang Cibura)

Welche Reiseversicherungen machen Sinn?

(iwg/fru) Der Sommerurlaub wurde schon Anfang des Jahres gebucht, der Frühbucherrabatt wurde eingestrichen und nun herrscht Vorfreude auf die schönste Zeit des Jahres. Wenn nichts dazwischenkommt, ist grundsätzlich nichts gegen diese Freude einzuwenden. Was aber, wenn man vor dem Urlaub krank wird oder der Partner oder die Kinder? Was ist, wenn schwerere Verletzungen es einem nicht erlauben, den Urlaub antreten zu können? Oder Familienmitglieder werden während des Urlaubs krank. Solche unvorhergesehenen Ereignisse können einem nicht nur die Freude nehmen, sondern auch richtig teuer werden – es sei denn, man hat vorher die richtigen Versicherungen abgeschlossen.

Zusatzversicherungen im Gepäck

Je nach Reiseform und Zielort, sollten bestimmte Zusatzversicherungen abgeschlossen werden. Dabei geht es schon bei der Buchung einer Reise los. Hier sollte gerade bei teureren Reisen beispielsweise mit Flugtransport an eine Reiserücktrittsversicherung oder Reiseabbruchkostenversicherung gedacht werden. „Die Basisleistungen gewähren Ihnen vor Reiseantritt die Stornokosten. Schauen Sie, ob zusätzlich auch Reiseabbruchkosten übernommen werden. Vergleichen Sie die Tarife, beispielsweise inwieweit die Mehrkosten einer veränderten Rückreise oder die Erstattung der nicht in Anspruch genommen Reiseleistungen gedeckt sind“, empfiehlt die Verbraucherzentrale auf ihren Internetseiten.

Hingegen ist eine Reisegepäckversicherung eher unnötig. Denn hier gibt es i.d.R. zahlreiche Leistungseinschränkungen und -ausschlüsse in den Bedingungen und nicht jeder Schadensfall ist versichert. Oftmals besteht in solchen Fällen schon über die eigene Hausratsversicherung eine Teilrisikoabsicherung.

Preise vergleichen und Kleingedrucktes lesen

Wenn Sie innerhalb der EU verreisen, haben Sie als gesetzlich Versicherte zwar nach dem Sozialversicherungsabkommen ein Recht auf Behandlung in öffentlichen Krankenhäusern. Die anfallenden Zahlungen und Eigenanteile orientieren sich laut Verbraucherzentrale aber an den Gepflogenheiten des jeweiligen Landes. Und diese können in puncto Leistungsniveau deutlich niedriger ausfallen als in Deutschland. „Zudem kommen gesetzliche Krankenkassen für Krankentransporte bzw. Rücktransporte nicht auf“, warnt die Verbraucherzentrale und empfiehlt daher, in jedem Fall eine Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen. Auch Privatversicherte sollten überprüfen, ob innerhalb ihrer Police ein Rücktransport mitversichert ist. Falls nicht, sollten auch sie eine Zusatzpolice in Erwägung ziehen.

Auch bei der Auslandsreisekrankenversicherung lohnt es sich, Preise zu vergleichen. Einzelpersonen können je nach Leistungen schon unter 10 Euro versichert sein, Familien mit Kindern schon ab etwa 20 Euro Jahresbeitrag. Die Verbraucherzentrale rät dazu, Tarife mit Selbstbeteiligung mit Vorsicht zu genießen. Und einige Tarife würden nur medizinisch notwendige Rücktransporte beinhalten, anstatt medizinisch sinnvolle. Außerdem können bestimmte Behandlungen von den Leistungen ausgeschlossen sein. Hier ist es ratsam, das Kleingedruckte aufmerksam zu lesen. Vor besonders teuren Behandlungen sollte sich der Patient im Ausland z. B. per Fax von seiner Versicherung die Kostenübernahme bestätigen lassen.