Gut beraten zu Pflegeleistungen

Pflegestützpunkte beraten zur gesamten Vorbereitung, Organisation und Ansprüche rund um die Pflege. (Foto: Fotolia / h_lunke)
Pflegestützpunkte beraten zur gesamten Vorbereitung, Organisation und Ansprüche rund um die Pflege. (Foto: Fotolia / h_lunke)

Pflegestützpunkte geben erste Orientierung.

(dbp/fru) Für die Betreuung, Begleitung und Unterstützung einer pflegebedürftigen Person gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Leistungen der Pflegeversicherung. Über Ansprüche im stationären und ambulanten Bereich sollte man sich daher gut beraten lassen. Eine erste Anlaufstelle können Pflegestützpunkte sein. Diese werden von den Kranken- und Pflegekassen auf Initiative eines Bundeslandes eingerichtet, teilt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit: „Wenn Hilfesuchende selbst pflegebedürftig sind oder pflegebedürftige Angehörige haben, erhalten sie im Pflegestützpunkt alle wichtigen Informationen, Antragsformulare und konkrete Hilfestellungen. In den Pflegestützpunkten finden sie auch die Pflegeberaterinnen und Pflegeberater der Pflegekassen“.

Vernetzung aller Angebote für Pflegebedürftige vor Ort

Die Mitarbeiter in den Pflegestützpunkten können z. B. Auskunft über mögliche Zuschüsse der Pflegekasse geben, wenn es darum geht, eine Wohnung altengerecht umzubauen. Auch über geeignete Pflegeheime vor Ort hat das Beratungspersonal den Überblick und kann helfen. Zudem kann man sich auch über ehrenamtliche Angebote, die eventuell von den Pflegestützpunkten bereitgestellt werden, informieren. Man findet hier also Unterstützung bezüglich der gesamten Vorbereitung und Organisation rund um die Pflege. Damit ermöglichen Pflegestützpunkte eine effiziente Vernetzung aller Angebote für Pflegebedürftige vor Ort.

Man kann sagen, dass Pflegestützpunkte ein Dach für Pflege- und Krankenkassen sowie kommunale und freie Träger bilden. An vielen Orten in Deutschland sind solche Pflegestützpunkte bereits entstanden oder im Entstehen begriffen. Ziel ist es laut dem Bundesgesundheitsministerium, ein flächendeckendes Netz aufzubauen. Dabei sollen bereits bestehende Strukturen genutzt, vorhandene Angebote integriert und auch ehrenamtlich Tätige eingebunden werden.

Unterschiede in den Bundesländern

In den Bundesländern unterscheiden sich Umsetzung, Ausgangssituationen und Planungen der Stützpunkte zum Teil erheblich. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat eine deutschlandweite Recherche zu nicht-kommerziellen Beratungsangeboten für hilfe- und pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige durchgeführt und eine Datenbank erstellt. Nach Eingabe des eigenen Standortes zeigt die Ergebnisliste die zehn nächstgelegenen Beratungsangebote an. Mithilfe der Datenbank kann man auch themenbezogen suchen, z. B. nach Begriffen wie „Organisation in der Pflege“ oder „Finanzierung der Pflege“. Damit solle die Orientierung in der Beratungslandschaft für die Ratsuchenden erleichtert werden, sagt das ZQP.

Im Verzeichnis des ZQP sind neben den Pflegestützpunkten auch weitere Beratungsangebote von Einrichtungen der Wohlfahrtspflege, Verbraucherverbänden, kommunalen Einrichtungen und weiteren Anbietern aufgeführt. Das ZQP weist jedoch darauf hin, dass diese regional unterschiedlich verteilt seien, sodass nicht überall gleich viele Beratungsangebote zur Verfügung stünden. Daher gebe es zum Beispiel Pflegestützpunkte nicht in allen Bundesländern.