Der Grippe ein Schnippchen schlagen

Wer sich nicht anstecken will, sollte vor allem auf Hygiene achten. (Grafik: dbp)
Wer sich nicht anstecken will, sollte vor allem auf Hygiene achten. (Grafik: dbp)

Tipps zum Schutz vor Influenzaviren.

(dbp/spo) Heerscharen hustender und schniefender Menschen bevölkern im Herbst und Winter die Wartezimmer der Hausärzte. Die meisten sind „einfach nur“ erkältet, aber manche erwischt eine richtig fiese Grippe (Influenza). Wer sich nicht in diese Gruppe einreihen will, kann selbst aktiv mithelfen, die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Grippeviren sind erstaunlich wandlungsfähig, deshalb erkranken die Menschen jedes Jahr aufs Neue. Allerdings gibt es zwei Dinge, die den Viren das Leben schwer machen: Hygiene und die Grippeimpfung.

Sauberkeit ist das A und O

Verbreitet werden Influenzaviren vor allem über winzige Tröpfchen, die durch Husten oder Niesen auf Menschen oder Gegenstände in der Umgebung fliegen. Wer sich in die Hand niest und danach eine Tür öffnet, platziert die Viren auf der Türklinke wie auf einem Silbertablett. Deshalb lernen inzwischen schon Kinder, dass es besser ist, in ein Taschentuch oder in die Armbeuge zu niesen. Infizierte sollten zudem ihre Papiertaschentücher nicht herumliegen lassen und es vermeiden, anderen die Hand zu geben. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät darüber hinaus allen Gesunden:

Hände waschen so oft wie möglich! Spezielle antibakterielle Lösungen sind dafür nicht nötig, Wasser und eine normale Seife reichen aus.

Hände vom Gesicht fern halten! Wer vermeidet, sich an Mund und Nase zu fassen, vermeidet, dass Viren zu den Schleimhäuten gelangen. Alternativ: Hände waschen, bevor sie das Gesicht berühren.

• Nicht aus Tassen oder Flaschen trinken, aus denen Erkrankte getrunken haben.

Impfung schützt bei Abwehrschwäche

Darüber hinaus gibt es die saisonale Grippeimpfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie allen Schwangeren, Menschen über 60, Menschen mit Vorerkrankungen (zum Beispiel chronische Atemwegserkrankungen, Herzleiden, Diabetes, Multiple Sklerose) sowie Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen. Außerdem Menschen, die Risikogruppen anstecken könnten, weil sie ständig mit ihnen zu tun haben – etwa medizinisches Personal.

Impfen lassen kann sich grundsätzlich jeder – auch wer nicht zu den genannten Gruppen gehört. Gesunde Menschen haben allerdings ein deutlich kleineres Risiko für gefährliche Krankheitsverläufe, weshalb die Impfung für sie nicht ausdrücklich empfohlen wird. Manche Arbeitgeber bieten sie trotzdem für ihre Mitarbeiter an, um die Krankenstände niedrig zu halten. Mögliche Nebenwirkungen der Impfung sind lokale Hautreaktionen und allgemeine Erkältungssymptome.

Weil die Influenzaviren sich immer wieder verändern, werden Jahr für Jahr neue Impfstoffe produziert. Deshalb muss Jahr für Jahr neu gepikst werden. Eine 100-prozentige Sicherheit, keine Grippe zu bekommen, bietet die Impfung jedoch nicht. Laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) senkt sie das Erkrankungsrisiko um etwa die Hälfte. Das IQWiG analysiert regelmäßig die Studienlage zur Wirksamkeit von Therapien und Präventivmaßnahmen.