Geschützt in den Frühling

Wieder unbeschwert in den Frühling! Bei der Hyposensibilisierung wird der Körper langsam an die krankheitsauslösende Allergie-Substanz, z. B. Pollen gewöhnt. (Foto: Amir  Kaljikovic / Fotolia)
Wieder unbeschwert in den Frühling! Bei der Hyposensibilisierung wird der Körper langsam an die krankheitsauslösende Allergie-Substanz, z. B. Pollen gewöhnt. (Foto: Amir Kaljikovic / Fotolia)

(dbp/abz) Heuschnupfengeplagte, die die kalte Jahreszeit nutzen, um sich gegen Pollen zu desensibilisieren, können mit Linderung rechnen, wenn der Frühling kommt.

Denn Herbst und Winter sind die idealen Jahreszeiten für Pollenallergiker, um mit einer Hyposensibilisierung zu beginnen, da die meisten Heuschnupfen-Patienten in dieser Zeit völlig beschwerdefrei sind.

Immuntherapie bei Heuschnupfen oder anderen Allergien

Während die Therapien bei Allergien in der Regel die Symptome bekämpfen, ist die Desensibilisierung – auch  Hyposensibilisierung genannt –  die einzige schulmedizinische Behandlungsform von Allergien, welche die Ursache der Allergie zum Gegenstand hat. Dabei wird der Körper langsam an die krankheitsauslösende Allergie-Substanz, z. B. Pollen, Milben oder Insektengift gewöhnt. Das Allergen wird dazu in kleinsten, langsam ansteigenden Dosen per Spritze unter die Haut oder in Tropfenform unter die Zunge verabreicht. Zur Gewöhnung an Gräserpollen gibt es auch Tabletten. Die Desensibilisierung ist heute bei Allergien gegen Insektengift, Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilzsporen und Tierhaare möglich. Entsprechende Wirkstoffe zur Desensibilisierung bei Nahrungsmittelallergien befinden sich noch in der Entwicklung.

Vorteile überwiegen die Risiken

Da dem Körper eigentlich unverträgliche Substanzen zugeführt werden, besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer allergischen Reaktion, bis hin zum allergischen Schock. Diese Fälle sind allerdings äußerst selten und so sind sich die Experten darin einig, dass der Vorteil der Desensibilisierung überwiegt. Das ist neben der Linderung der Allergiebeschwerden auch die mögliche Verhinderung der Entwicklung von allergischem Asthma. Am meisten profitieren Patienten, deren Allergiebeschwerden nicht länger als fünf Jahre bestehen und die Behandlung ist am wirkungsvollsten, wenn gleichzeitig möglichst wenig Allergieauslöser behandelt werden. Ansprechpartner für eine Immunisierung sind HNO-Ärzte oder Hautärzte.