Gepflegte Füße sind ein Muss

Ein warmes Fußbad - gerne auch mit Badezusatz - entspannt und pflegt müde Füße. Wer ernstere Fußprobleme hat, sollte sich vom Podologen behandeln lassen. (Foto: drubig-photo / Fotolia)
Ein warmes Fußbad - gerne auch mit Badezusatz - entspannt und pflegt müde Füße. Wer ernstere Fußprobleme hat, sollte sich vom Podologen behandeln lassen. (Foto: drubig-photo / Fotolia)

Insbesondere Diabetiker sollten regelmäßig zur Fußpflege.

(dbp/mhk) Täglich werden sie besonders stark strapaziert und müssen viel (er-)tragen. In die tägliche Körperpflege werden sie jedoch oft wenig einbezogen: unsere Füße. „Die pflegliche Behandlung der Füße, Sauberkeit und Hygiene tragen zum Wohlbefinden bei. Eincremen hält die Haut geschmeidig und verhindert raue und rissige Haut“, sagt Annett Biedermann, erste Vorsitzende des Deutschen Verbandes für Podologie (ZFD) Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. „Wir sprechen von gesunden Füßen, wenn wir in erster Linie gut laufen können, keinerlei schmerzhafte Veränderungen an und in den Füßen vorhanden sind sowie Nägel und Hornhaut  physiologisch sind.“

Wer seine Füße pflegt, schenkt ihnen Aufmerksamkeit. „Sie werden gebadet, gut abgetrocknet und gecremt und vor allem: berührt! Da entdeckt man schnell, wenn etwas nicht stimmt, etwa kleine Verletzungen passiert sind oder sich Verhornungen bilden. So können auftretende Probleme schneller gelöst werden“, so die Podologin.

Fußgerüchen entgegenwirken

„Zur täglichen Fußpflege gehört, dass die Füße vom Tagesstress gereinigt werden, ein nicht zu heißes Fußbad (< 37° C), gut abtrocknen, anschließend eine Portion Creme oder Schaum. Strümpfe sollten täglich gewechselt werden, besonders in der warmen Jahreszeit. Schuhe sollte man sich von außen und vor allem innen anschauen, weil sich auch dort Fremdkörper ansammeln können (Krümel, Schmutzpartikel, etc.).“ Des Weiteren gehören auch das Entfernen der Hornhaut (nur mit weichem Bimsstein) sowie das Schneiden der Zehennägel zur Pflege. Nägel immer gerade schneiden, spitze Ecken mit der Feile glätten, um ein Einwachsen der Nägel zu verhindern. Der Nagelrand sollte mit der Zehenkuppe abschließen. „Bei erheblichen Problemen sollten Sie auf keinen Fall selbst hantieren“, sagt die Expertin, „sondern immer einen Podologen aufsuchen“.

Bei hartnäckigen „Käsefüßen“ helfen Deosprays, Fußdeocremes oder lauwarme Fußbäder mit schweißhemmenden Extrakten aus z. B. Eichenrinde (die darin vorhandenen Gerbstoffe verringern die Schweißabsonderung) oder Hamamelis (Zaubernuss)-Extrakte, die zudem leichten Entzündungen der Haut entgegenwirken.

Diabetiker sollten zum Podologen

Podologische Therapie ist besonders für Diabetiker erforderlich, denn sie leiden häufig als Langzeitfolge ihrer Erkrankung an Neuropathie (Empfindungsstörungen) und/oder Angiopathie (Durchblutungsstörungen): „Die Haut reagiert durch die verminderte Schweißsekretion mit Trockenheit. Durch die Nervenstörung, bzw. -schädigung werden Verletzungen häufig nicht bemerkt. Die sieht man nur, wenn man die Füße täglich inspiziert“, so Biedermann. Sie rät Diabetikern generell zur Fußbehandlung bei Podologen. Nur sie tragen fachgerecht Verhornungen ab und bringen Nägel in die entsprechende Form. Zusätzlich erkennen sie auftretende Probleme, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen.

Menschen mit Neuropathie sollten bei Fußbädern zur Kontrolle der Wassertemperatur ein Thermometer benutzen, da auch das Temperaturempfinden gestört sein kann. Das hilft, Verbrennungen zu vermeiden. „Sollten offene Wunden an den Füßen vorhanden sein, ist ein Fußbad kontraindiziert.“

Hühneraugenpflaster oder Pflasterverbände sollte ein Diabetiker keinesfalls verwenden, „aber ich rate auch allen anderen davon ab. Die Gefahr, gesunde Haut zu verätzen, ist einfach zu groß“, warnt Biedermann. Generell gehören Fußprobleme in die Hand von Experten, egal, ob man Diabetiker ist oder nicht. Diabetiker können übrigens bestimmte fußtherapeutische Maßnahmen mit ihrer Krankenkasse abrechnen.

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