Genmutation macht Raucher rascher abhängig

Französische Forscher haben an Mäusen nachgewiesen, dass eine Genmutation die Nikotinempfindlichkeit herabsetzt. (Foto: Bilderbox)
Französische Forscher haben an Mäusen nachgewiesen, dass eine Genmutation die Nikotinempfindlichkeit herabsetzt. (Foto: Bilderbox)

(dbp/cwr) Französische Forscher haben herausgefunden, warum einige Menschen leichter nikotinabhängig werden als andere.

Der Grund ist eine Genmutation. Das teilt die Abteilung für Wissenschaft und Technologie der französischen Botschaft in Berlin mit.

Wissenschaftler des Institut Pasteur, des CNRS (Zentrum für wissenschaftliche Forschung) und der UPMC (Universität Pierre und Marie Curie) haben dazu mit Mäusen gearbeitet und entdeckt, dass diese Mutation das sogenannte „Belohnungssystem“ teilweise schachmatt setzt. Das bedeutet, dass jemand mit dieser Genveränderung seinen Tabakkonsum stetig steigern muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen, also sich wohl zu fühlen.

Träger dieser Mutation müssen etwa drei Mal so viel Tabak konsumieren wie Menschen ohne den Defekt, wenn sie den gleichen Effekt erlangen wollen. Dieses Wissen soll jetzt dafür eingesetzt werden, spezielle Programme zur Raucherentwöhnung für all jene zu entwickeln, die an dieser Genmutation leiden. Und das sind nach Angaben der Forscher etwa 35 Prozent der Europäer.