Geheimes Milchpulver im Joghurt

Ob im Joghurt zusätzliches Magermilchpulver drin steckt? Das muss der Verbraucher nicht wissen, finden die Gesetzgeber. (Foto: helix / Fotolia)
Ob im Joghurt zusätzliches Magermilchpulver drin steckt? Das muss der Verbraucher nicht wissen, finden die Gesetzgeber. (Foto: helix / Fotolia)

(dbp/auh) Naturjoghurt darf zusätzlich mit Magermilchpulver versetzt werden, ohne dass der Käufer davon in Kenntnis gesetzt werden muss.

Darauf weist die Verbraucherzentrale Bayern in ihrer Reihe „Essen, Trinken und Genuss – hätten Sie‘s gewusst?“ hin.

Es gibt kaum noch Joghurt ohne diesen Zusatz. Für Menschen mit Laktoseintoleranz ist das ungünstig, denn sie vertragen Joghurt normalerweise ganz gut, auch wenn er nicht ausdrücklich „laktosefrei“ ist. Wenn aber zusätzliches Milchpulver bei der Herstellung verwendet wird, steigt der Laktoseanteil im Produkt und es kann zu Verdauungsproblemen kommen. Viele Bio-Hersteller schreiben es freiwillig auf die Zutatenliste. Eine Deklarationspflicht besteht aber nicht. Man kann es auch nicht an der Konsistenz des Joghurts erkennen.

Egal, ob cremig gerührt oder stichfest, das hat nichts mit dem Milchpulver zu tun, sondern mit der Produktion: Der in letzter Zeit selten gewordene stichfeste Joghurt reift in dem Glas oder Becher, in dem er auch verkauft wird. Der beim Kunden beliebtere Joghurt befindet sich während seines Reifeprozesses in großen Tanks. Vor dem Abfüllen wird er durchgerührt, bis er cremig ist. „Welches Verfahren angewendet wurde, muss auch nicht auf der Packung stehen, manche Firmen geben es aber an“, erklärt die Zeitschrift „Schrot & Korn“ auf ihrer Internetseite.