Ganz entspannt im neuen Jahr

Einer der häufigsten Vorsätze fürs neue Jahr: Mehr Zeit für sich nehmen. (Foto: bluedesign / Fotolia)
Einer der häufigsten Vorsätze fürs neue Jahr: Mehr Zeit für sich nehmen. (Foto: bluedesign / Fotolia)

„Weniger Stress“ ist einer der häufigsten guten Vorsätze für 2014

(dbp/auh) Mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben, gesünder essen und trinken – diese guten Vorsätze stehen auf der Liste mit den häufigsten guten Vorsätzen für das neue Jahr noch hinter dem Vorhaben Stressabbau. Weniger Stress – das wäre nicht nur gut für die Familie, sondern auch für die eigene Gesundheit.

Wer nämlich permanent unter Stress steht, hat auch ständig erhöhte Stresshormonspiegel im Blut. Während Adrenalin und Noradrenalin keine langfristige Wirkung haben, stört ein dauerhaft zu hoher Cortisolspiegel nachhaltig den Stoffwechsel.

Dauerstress ist riskant fürs Herz

Es kommt zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel und zunehmender Insulinresistenz, das Herz-Kreislauf-System läuft auf Hochtouren. Puls und Blutdruck steigen, die Verdauungstätigkeit wird gedrosselt, die Muskeln spannen sich an. Hungergefühl und Schlafbedürfnis werden unterdrückt. Es werden vermehrt Fettsäuren freigesetzt, der Cholesterinspiegel steigt. Ungünstig ist auch der langfristige Einfluss von einem Zuviel an Cortisol auf die Immunabwehr, die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten steigt.

Negativer Stress macht nicht nur krank, sondern auch dick. Und zwar keineswegs nur, wenn gestresste Menschen zu viel naschen oder zu viel Alkohol trinken – was tatsächlich etwa jeder zweite Gestresste tut. Auch ohne zusätzliche Kalorien sorgt Cortisol dafür, dass sich die Zellen im viszeralen Fettgewebe (Bauchfett) füllen. Dieses „Bauchfett“ (gemeint ist das Fett, das die Organe im Bauchraum umlagert) ist stoffwechselaktiver als das Unterhautfettgewebe. Menschen, die sehr viel viszerales Fett haben, tragen meist auch ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Entspannung kann man lernen

Wer sich chronisch gestresst fühlt, sollte also dringend gegensteuern. Die häufigsten Stressauslöser sind zwar wenig beeinflussbar: finanzielle Sorgen, Arbeitsbelastung, Zerrissenheit zwischen Job und Familie. Aber Stressbewältigung und Entspannung kann man lernen. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, autogenes Training, Meditation, Neuro- und Biofeedback sind geeignete Methoden zur Reduktion der stressbedingten Gesundheitsrisiken. Sehr gut zum Abschalten geeignet sind auch Bewegungsformen wie Tai Chi, Qigong und die verschiedenen Varianten von Yoga und Pilates.

Sport gehört zu jedem guten Anti-Stressprogramm. Ob Ausdauersport oder Muskeltraining, ob Sport im Verein oder individuelles Lauftraining: Wichtig ist, die Balance nicht zu verlieren, damit der Freizeitsport nicht in Wettkampf ausartet. In guten Fitness-Centern werden neue Mitglieder individuell beraten und erhalten einen Trainingsplan, der sie weder unter- noch überfordert.

Wer zudem öfter Aufgaben in Gemeinschaft löst, Wichtiges zuerst erledigt und sich häufiger eine Auszeit gönnt, dem kann es tatsächlich gelingen, den guten Vorsatz für weniger Stress im neuen Jahr dauerhaft umzusetzen.

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