Fußreflexzonenmassage als Therapiemethode

Durch gezielten Druck an den passenden Stellen werden bei der Fußreflexzonentherapie z. B. die Durchblutung angeregt und Beschwerden in den zugehörigen Körperregionen gelindert. (Foto: Fotolia / photophonie)
Durch gezielten Druck an den passenden Stellen werden bei der Fußreflexzonentherapie z. B. die Durchblutung angeregt und Beschwerden in den zugehörigen Körperregionen gelindert. (Foto: Fotolia / photophonie)

Für alle Organe und Körperteile gibt es spezielle Druckpunkte.

(dbp/oli/fru) Bei einer Reflexzonenmassage geht es in ihrer therapeutischen Ausprägung um eine Behandlungsform aus der alternativen Medizin – sie wird aber auch gerne im Wellnessbereich eingesetzt. Die Anwender gehen davon aus, dass Reflexzonenmassagen unter anderem bei Schmerzen und Durchblutungsstörungen eingesetzt werden können, um schulmedizinische und physiotherapeutische Verfahren zu unterstützen oder um lediglich eine Verbesserung des Wohlgefühls zu erlangen. Am bekanntesten sind von den zahlreichen Reflexzonen des menschlichen Organismus die Hand- und Fußreflexzonen.

Diagnose auf der Sohle

Die Fußreflexzonenmassage ist eine Jahrtausende alte Behandlungsmethode. In Europa ist sie jedoch erst Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt geworden. Ihr Prinzip beruht sie darauf, dass es für jedes Organ beziehungsweise jeden Körperteil einen zugehörigen Druckpunkt auf der Fußsohle gibt. Die Sohle zeigt sich quasi als Landkarte, auf der sich der komplette Körper abbildet. So ist das linke Auge zum Beispiel am linken Fuß im Bereich der zweiten und dritten Zehe zu finden, das rechte Auge am rechten Fuß. Die Strukturen der Organe liegen spiegelbildlich auf den beiden Sohlen – ihre Lage variiert jedoch bei einigen Autoren etwas.

„Ziel der Fußreflexzonentherapie ist es, den Menschen als Ganzes bestehend aus Körper, Geist und Seele zu behandeln. Mit speziellen Grifftechniken können Blockaden im Körper gelöst, der Energiefluss angeregt und dem Körper die Möglichkeit gegeben werden, Selbstheilungskräfte zu mobilisieren“, teilt der Europäische Verband Naturheilkunde auf seinen Internetseiten mit. Durch gezielten Druck an den passenden Stellen sollen die Durchblutung angeregt sowie Beschwerden in den zugehörigen Körperregionen gelindert werden. Ist die Haut an einer bestimmten Stelle des Fußes gerötet oder spürt der Patient bei der Massage hier Schmerzen, schließen die Behandler z. B. auf eine Erkrankung oder Störung im zugehörigen Organ.

Es gibt mehrere Einsatzgebiete

Zunächst muss der Patient, wie bei allen alternativen Behandlungsverfahren, von der Methode überzeugt sein. Denn die Balance zwischen Körper und Geist ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Die Fußreflexzonenmassage kann unter anderem bei Symptomen wie Gelenkschmerzen, Kreislaufproblemen, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen (Migräne), Verspannungen, Allergien aber auch Asthma zum Einsatz kommen.

Die Behandlung richtet sich aber nicht nur auf bestimmte Körperpartien, sondern kann auch allgemein zum Stressabbau beitragen. Gerade in Zeiten, in denen Stresserkrankungen zunehmend ins Rampenlicht gerückt werden, ist die Fußreflexzonenmassage eine empfehlenswerte Alternativbehandlung, von deren Wirkung beispielsweise viele Tinnitus- oder Migräne-Patienten überzeugt sind. Bei richtiger Anwendung hat die Massage kaum Nebenwirkungen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Fußreflexzonenmassage von einem ausgebildeten Heilpraktiker, Masseur, Arzt oder Physiotherapeut durchgeführt wird. Vorsicht: Wenn beispielsweise Wunden am Fuß vorhanden sind (z. B. bei diabetischem Fuß), ein Pilzbefall oder eine Rheumaerkrankung vorliegen, könnte eine Fußreflexzonenmassage die bestehende Erkrankung noch verschlimmern.