Fußpilz erfolgreich behandeln

Badeschlappen bieten in öffentlichen Duschen, Saunen und Schwimmbädern wirksamen Schutz vor einer Fußpilzinfektion. (Foto: Sandor Jackal / Fotolia)
Badeschlappen bieten in öffentlichen Duschen, Saunen und Schwimmbädern wirksamen Schutz vor einer Fußpilzinfektion. (Foto: Sandor Jackal / Fotolia)

Hygiene und Salben gehören zu den wichtigsten Maßnahmen

(dbp/fru) Fußpilz ist die häufigste Infektionserkrankung der Haut. In Deutschland leidet rund ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung (Männer öfter als Frauen) an Fußmykosen – so wird der ungeliebte juckende Pilz in der Fachsprache genannt. Je früher er behandelt wird, desto besser der Heilungseffekt.

Fußpilz wird in der Regel durch Fadenpilze, den sogenannten Dermatophyten, verursacht. Außerdem können auch Hefepilze die Erkrankung auslösen. Juckreiz, Rötung, Schuppung oder Brennen sind typische Anzeichen für eine Infektion. Meist ist die Haut zwischen den Zehen betroffen. Die Erkrankung kann sich jedoch auch auf der Fußsohle oder im Fußgewölbe ausbreiten.

Weil der Pilz es feucht und warm liebt, gehören Schweißfüße zu seinen liebsten Tummelplätzen. Deshalb sollte man beim Schuh- und Strumpfmaterial die atmungsaktiven Varianten wählen – zum Beispiel Leder, Baumwolle oder Mikrofaser. Aber auch in öffentlichen Duschen, Saunen und Schwimmbädern überträgt sich der Pilz gerne von Fuß zu Fuß, Badeschlappen können hier vor einer Infektion schützen.

Unbemerkter Siedler

Mit zunehmendem Alter wächst die Zahl jener, die einen Fußpilz bekommen. Grund ist eine im Alter oft herabgesetzte Immunabwehr. Zudem sind Menschen mit Diabetes besonders häufig von chronischem Fußpilz betroffen, weil sie die Ausbreitung zu spät bemerken. Das Tückische an diesem Pilz ist nämlich, dass er sich schleichend entwickelt und anfangs nicht unmittelbar bemerkt wird.

Sobald man einen Fußpilz entdeckt hat, sollte dieser schnellstmöglich therapiert werden – am besten über einen Zeitraum von mehreren Wochen. So stehen die Chancen gut, dass der Pilz vollständig ausheilt und sich nicht erst auf den Nagel ausdehnt, wo man ihn schwerer wieder loswird.

Die Füße trocken halten

Viele Betroffene neigen zu immer wiederkehrendem Pilz. Hier könnte eine genetische Veranlagung dafür verantwortlich sein. In solchen Fällen kann eine dauerhafte Anwendung spezieller Anti-Pilzcremes oder -salben (Antimykotika) sinnvoll sein, die es auch rezeptfrei in der Apotheke gibt. Empfehlenswert ist in jedem Fall die Begutachtung durch einen Hautarzt oder Podologen beziehungsweise medizinischen Fußpfleger, um andere Hauterkrankungen auszuschließen.

Bei der Pflege zuhause ist es wichtig, nach jedem Wasserkontakt die Füße aber auch die Zehen und die Zwischenräume gründlich abzutrocknen. Eine antimykotische Creme oder Tinktur sollte man nach dem Auftragen zunächst gut einziehen lassen und anschließend entsprechende luftdurchlässige Socken und Schuhe tragen.

Fußpilz gedeiht übrigens auch in Textilien weiter und kann sich so auf andere übertragen. Die Socken der Betroffenen sollten deshalb immer bei 60 Grad gewaschen werden, damit die Pilze absterben!