Funktionsbekleidung macht den Unterschied

Moderne Sportbekleidung erfüllt viele funktionale Aspekte wie zum Beispiel Wärmen, Kühlen oder Stützen. (Foto: Kara / Fotolia)
Moderne Sportbekleidung erfüllt viele funktionale Aspekte wie zum Beispiel Wärmen, Kühlen oder Stützen. (Foto: Kara / Fotolia)

Moderne High-Tech Fasern steuern die Körperwärme sehr geschickt.

(dbp/abz) Wenn Anfang des vorigen Jahrhunderts jemand von Sportbekleidung sprach, dann meinte er eben die Kleidung der er anbehielt, wenn er zum Sport ging. So sind uns die Bilder des deutschen Pädagogen Friedrich Ludwig Jahn, bekannt als Turnvater Jahn, der vor weit über 150 Jahren die deutsche Turnbewegung initiierte, erinnerlich. Dabei denken wir an Männer in gerippten Unterhemden, welche, wenn nicht gerade Turnen angesagt war, wohl auch unter dem Oberhemd getragen wurden.

Heute gehört die passende Spezialkleidung wie selbstverständlich zum Sport dazu und je nach Einsatzzweck haben wir es mit regelrechten High-Tech-Textilien zu tun. Dabei erfüllen moderne Sporttextilien neben den funktionalen Aspekten wie zum Beispiel Wärmen, Kühlen, Stützen oder so leicht und unmerklich wie möglich zu sein, auch modische Ansprüche. Natürlich kommt es zunächst einmal auf die Sportart an, für die man sich einkleiden möchte und je nach dem hat man dann mehr oder weniger Gestaltungsspielraum. Wer in einer Mannschaft Fußball spielt, kann sich bei der Wahl des Trikotmaterials wohl weniger ausleben als der Freizeitsportler, der zum Joggen geht.

Feuchtigkeit vom Körper wegtransportieren

Grundsätzlich haben die meisten Sportarten eines gemeinsam: Der Sportler schwitzt und die feuchte Wärme sollte nach draußen transportiert werden ohne dass man anfängt zu frieren, weil schweißnasser Stoff auf der Haut klebt. Aber der Reihe nach: Die erste Bekleidungsschicht wird direkt auf der Haut getragen, zum Beispiel als Funktionsunterwäsche. Die weiteren Bekleidungsschichten haben je nach Einsatzzweck und Wetter auch noch die Aufgabe, von innen Feuchtigkeit und Wärme raus zu lassen, während sie von außen wasserdicht gegen Regen und Spritzwasser sind.

Bislang war das Ziel der Textilentwickler, die Körperwärme und den Schweiß  beim Training möglichst schnell vom Körper weg zu transportieren. Heute weiß man, dass der Schweiß eine wichtige Funktion bei der Wärmeregulation  des Sportlers hat, weil er auf der Haut verdunstet und so für durchaus sinnvolle Abkühlung sorgen kann. Wird der Schweiß durch zu tatkräftige Funktionskleidung sofort von der Haut weggeleitet, kommt es zu noch stärkerer Schweißproduktion, weil der Körper dennoch gekühlt werden will. Letztendlich verliert der Sportler so zu viel Flüssigkeit und kann im Extremfall gar nicht mehr ausreichend gekühlt werden.

High-Tech-Material funktioniert nur wenn es eng anliegt

Funktionsunterwäsche modernster Entwicklung arbeitet differenziert und ist ganz schön smart. Dies fängt damit an, dass sie schon das unterschiedliche Maß an Schweißproduktion an unterschiedlichen Körperstellen berücksichtigt. So bleiben bei einem Sportler große Teile der Körperoberfläche trocken, während an anderen Stellen der Schweiß nur so rinnt. Bei High-Tech-Wäsche neuster Entwicklung wird dies durch die Verwendung verschiedener Materialen für verschiedene Körperpartien deutlich.

Diese Kleidungstücke bestehen aus einer geschickten Kombination aus dicken und dünnen Materialien, die aber grundsätzlich aus den bereits beschriebenen Gründen einen dünnen Schweißfilm auf der Haut tolerieren. Generell gilt allerdings: Funktionskleidung kann nur funktionieren, wenn sie dicht am Körper getragen wird, also eng anliegt. Dies ist auch optisch kein Problem, denn wer Sport treibt, kann es sich früher oder später sowieso erlauben, enge Kleidung zu tragen.

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