Für einen gesunden Darm

Flohsamen sehen von weitem Flöhen ähnlich, daher der Name. Die Zubereitung erfolgt durch das Einrühren in Flüssigkeiten, wie beispielsweise in Wasser. (Foto: Fotolia / Stefan_Weis)
Flohsamen sehen von weitem Flöhen ähnlich, daher der Name. Die Zubereitung erfolgt durch das Einrühren in Flüssigkeiten, wie beispielsweise in Wasser. (Foto: Fotolia / Stefan_Weis)

Flohsamen begünstigen eine gute Verdauung.

(dbp/fru) Ob bei Verstopfung, entzündlichen Darmerkrankungen oder Reizdarmsyndrom – Flohsamen bzw. deren Schalen liefern wertvolle Ballaststoffe, die gut für unsere Verdauung sind und helfen somit, die Symptome solcher Erkrankungen zu bekämpfen. Sie enthalten Schleimstoffe, die dazu führen, dass sie in Verbindung mit Flüssigkeit stark aufquellen und so das Stuhlvolumen im Darm vergrößern, was wiederum die Arbeit des Darms auf natürliche Weise reguliert.

Lösliche Ballaststoffe werden besser vertragen

Menschen mit einem Reizdarmsyndrom wird oft empfohlen, mehr Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Es gibt lösliche Ballaststoffe, die Wasser im Darm binden, wie etwa Flohsamen und nicht lösliche Ballaststoffe, die kaum Wasser binden, wie etwa Kleie, erklärt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG). „Dies sind auch die beiden Ballaststoffe, deren Nutzen am besten untersucht ist. Während Kleie in Studien Reizdarm-Beschwerden nicht lindern konnte, gibt es für Mittel aus Flohsamen Hinweise auf einen Nutzen: So besserten sich die Beschwerden bei 14 von 100 Personen, die täglich etwa 20 Gramm Flohsamen zu sich nahmen“, sagt das IQWIG, das die Wirkung von Verfahren und Stoffen im Gesundheitswesen immer sehr kritisch bewertet.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weist auf die bessere Verträglichkeit von Flohsamen gegenüber Kleie hin und empfiehlt, bei der Einnahme dennoch Vorsicht walten zu lassen, gerade, wenn bestimmte Vorerkrankungen vorhanden sind: „Die Einnahme von Ballaststoffpräparaten sollte immer mit dem Arzt abgesprochen werden, denn bei bestimmten Krankheiten des Enddarms können Ballaststoffe kontraproduktiv sein. Manche Menschen vertragen lösliche Ballaststoffe besser als unlösliche. Die oft empfohlene Weizenkleie enthält vorwiegend unlösliche Ballaststoffe, die zu vermehrter Gasbildung und Blähungen führen können. Flohsamenschalen (Psyllium) sind eine konzentrierte Quelle löslicher Ballaststoffe, die auch empfindliche Menschen vertragen“, erklärt die (DGE).

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