Für ein schöneres Hautbild

Durch den Einsatz von lokalen Betäubungsmitteln wie Cremes ist das Lasern größtenteils schmerzfrei. (Foto: Fotolia / doroguzenda)
Durch den Einsatz von lokalen Betäubungsmitteln wie Cremes ist das Lasern größtenteils schmerzfrei. (Foto: Fotolia / doroguzenda)

Kleine Fältchen und Aknenarben kann man auch weglasern.

(dbp/ihs/fru) Wenn der Mensch älter wird, verändert sich auch seine Haut. Ab dem 30. Lebensjahr wird sie dünner, rauer und empfindlicher. Außerdem verliert sie ihre Elastizität und es entstehen kleine Fältchen. Eine ungesunde Ernährung, Rauchen und zu viel Alkohol tragen ebenfalls zu einem unschönen Hautbild bei. Und nicht zuletzt schadet auch zu viel Sonne (UV-Licht) dem größten menschlichen Organ. Dagegen regt Sport die Zirkulation von sauerstoffreichem Blut durch die Haut an und hilft dabei, ihr schönes Aussehen zu bewahren. Wem das zu anstrengend ist, kann auch auf die Methoden der medizinischen Kosmetik zurückgreifen, um solche Alterserscheinungen teilweise zu korrigieren.

Peelings, Botox und Co.

Zunächst kann man selbst Hand anlegen und mit Hilfe eines mechanischen Peelings für zu Hause sein Hautbild verbessern. Dabei kommen kleine Reibekörper (z. B. Sand, zermahlene Obstkerne, etc.) zum Einsatz, welche Hautschüppchen wegschmirgeln und zusätzlich die Durchblutung ankurbeln können. Hingegen sollte ein chemisches Peeling nur von Experten durchgeführt werden. Hier kommt z. B. das Fruchtsäurepeeling infrage. Dabei wird mit einem Pinsel oder Wattepad hochprozentige Fruchtsäuren auf das Gesicht aufgetragen. Durch Einwirken der gelartigen Präparate stirbt die oberste Hautschicht ab, sodass der Teint am Ende ebenmäßiger wirkt, teilt die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie mit. Die Methode wird vorzugsweise bei kleineren Fältchen, Mitessern, Akne und Altersflecken eingesetzt. Zwischen sechs und zwölf Monate soll der hautverjüngende Effekt anhalten.

Bei der Mesotherapie wird eine Mischung aus Hyaluronsäure, Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren direkt in die oberen Hautschichten gespritzt. Laut der DGM – Deutsche Gesellschaft für Mesotherapie wird die Haut dadurch mit Feuchtigkeit versorgt und die Neubildung von Kollagen und elastischen Fasern angeregt. Ebenfalls unter die Haut geht die Fillerbehandlung. Bei dieser Art der Faltenunterspritzung werden tiefere Falten abgemildert, indem die Haut durch Spritzen von Hyaluronsäure, Kollagen oder Eigenfett angehoben wird. Und auch Botox (Botulinimtoxin) wird gerne zur Behandlung von mimischen Falten gespritzt. Der Effekt beruht hier auf einer temporären Beruhigung übermäßig aktiver Gesichtsmuskeln, die die Haut dann nicht mehr unnötig knicken.

Auch Laser kommen zum Einsatz

 

Beim Lasern werden gezielt Hautschichten abgetragen. Besonders gut eignet sich die Methode laut Deutscher Dermatologischen Lasergesellschaft zur Behandlung von Hautfalten im Gesicht, bei Feuermalen, Pigment- und Altersflecken sowie Tätowierungen. Auch Narben, die durch Akne entstanden sind, können mit dem Laser verbessert werden. Gleichzeitig soll Kollagen aktiviert werden, ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes, was die Haut zusätzlich strafft.

 

Je nach Größe und Beschaffenheit des zu behandelnden Hautareals dauert das Lasern beim Dermatologen zwischen 15 und 45 Minuten. Das hochenergetische Licht des Lasers trägt die Haut in einem feinen Raster ab. Vor der Behandlung wird in der Regel noch eine betäubende Creme aufgetragen. Nach der Behandlung müssten lediglich die betroffenen Stellen gekühlt und entstandene Krusten vorsichtig abgetragen werden. Auch Sonneneinstrahlung ist zu meiden. Es ist wichtig, dass bei der Behandlung nur wissenschaftlich anerkannte moderne Lasersysteme eingesetzt und diese von Experten bedient werden.