Frühsymptome bei Parkinson sind schwer zu deuten

Ein mögliches Frühsymptom von Parkison ist, wenn das Zuknöpfen plötzlich nicht mehr klappt. (Foto: rainbow33 /Fotolia)
Ein mögliches Frühsymptom von Parkison ist, wenn das Zuknöpfen plötzlich nicht mehr klappt. (Foto: rainbow33 /Fotolia)

(dbp/cwr) Verlangsamte Körperbewegungen und ein veränderter Gang können erste Anzeichen der Parkinson-Erkrankung sein.

Werde Derartiges bemerkt, sollte ein Facharzt aufgesucht werden, rät der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN). Der Grund: Zwar sei Parkinson nicht heilbar, aber eine aktive Unterstützung von Beginn an fördere die Lebensqualität der Betroffenen erheblich.

Das Problem sei, sagt Dr. Frank Bergmann vom BVDN, dass Parkinson sich nicht durch eindeutige Symptome zu erkennen gebe. „Typische Anzeichen im frühen Stadium sind schmerzhafte, zumeist einseitig auftretende Muskelverspannungen im Nacken-Schulterbereich, insbesondere nach dem Aufwachen“, so der Arzt. Hellhörig sollte man auch werden, wenn die Hände beispielsweise beim Zuknöpfen eines Mantels oder beim Zähneputzen nicht mehr so arbeiten wollen, wie man es gewohnt sei. Auch Stimme und Gesichtsausdruck veränderten sich. Betroffene sprächen monotoner und leiser und die Mimik lasse nach, so der Fachmann. Vor der Psyche mache die Krankheit ebenfalls nicht Halt. Die Patienten fühlten sich kraftlos, seien ständig müde und klagten über Schlafstörungen und Vergesslichkeit.

An der früher „Schüttellähmung“ genannten Krankheit leiden in Deutschland etwa 150.000 bis 200.000 Menschen. Die bekannteste Auswirkung ist das Zittern (Tremor), das jedoch erst auftritt, wenn die Krankheit schon fortgeschritten ist. Gerade deshalb ist genaues Beobachten wichtig.