Folsäure senkt das Schlaganfallrisiko

Folsäure, zusammen mit Enalapril eingenommen, senkt das Schlaganfallrisiko. (Foto: p365.de / Fotolia)
Folsäure, zusammen mit Enalapril eingenommen, senkt das Schlaganfallrisiko. (Foto: p365.de / Fotolia)

(dbp/auh) Patienten mit Bluthochdruck können ihr Schlaganfallrisiko offenbar deutlich senken, wenn sie zusätzlich Folsäure einnehmen.

In einer Studie mit 20.702 Probanden aus China war der Effekt so deutlich, dass die Studie vorzeitig beendet werden konnte.

Die 45- bis 75-jährigen Bluthochdruckpatienten hatten zu Beginn der Studie im Jahr 2008 noch keinen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten. Bei den Probanden wurden neben dem Alter, dem Geschlecht und dem Raucherstatus auch der Homocystein-Spiegel sowie die Folat- und die B-Vitamin-Ausgangswerte berücksichtigt. Außerdem wurde bei allen untersucht, ob sie genetisch bedingt einen schwachen Folsäurestoffwechsel oder einen Folsäuremangel haben.

Alle Studienteilnehmer bekamen zur Behandlung ihres Bluthochdrucks Tabletten mit 10 mg Enalapril. Bei der Hälfte der Patienten waren die Tableten mit 0,8 mg Folsäure angereichert, in dieser Gruppe trat ein Schlaganfall um 21 Prozent seltener auf als bei den Probanden, die keine Folsäure erhielten. „Besonders effektiv – um 24 Prozent – konnte das Risiko für den sogenannten ischämischen Schlaganfall gesenkt werden“, hebt der Arbeitskreis Folsäure und Gesundheit hervor.

Da die Enalapril-Folsäure-Gruppe schon nach 48 Monaten Behandlung ein eindeutig geringeres Schlaganfallrisiko aufwies, ist die Studie im Juni 2013 frühzeitig abgebrochen worden. Nach Angaben der Assmann-Stiftung für Prävention gilt die Studie als erster Nachweis für das primärpräventive Potenzial von Folsäure bei der Minderung des Schlaganfallrisikos.