Fitness verzögert altersbedingte Blutdrucksteigerung

Wer sich fit hält, beugt altersbedingtem Bluthochdruck vor. (Foto: Bilderbox)
Wer sich fit hält, beugt altersbedingtem Bluthochdruck vor. (Foto: Bilderbox)

(dbp/cwr) Im Alter steigt bei vielen Menschen der Blutdruck.

Wer gut trainiert ist, kann dieses natürliche Phänomen hinauszögern – um zehn Jahre oder länger. Das teilt der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) im Portal www.kardiologen-im-netz.de mit.

Er beruft sich dabei auf eine Studie aus den USA. Dort hatten Ärzte über einen Zeitraum von 36 Jahren hinweg die körperliche Leistungsfähigkeit von knapp 14.000 gesunden Männern zwischen 20 und 90 Jahren unter die Lupe genommen. Die Probanden mussten dafür in regelmäßigen Abstanden ihre Fitness auf einem Ergometer unter Beweis stellen. Das Ergebnis: „Während bei Männern mit geringem Fitnesslevel die Werte für den oberen bzw. unteren Blutdruck bereits ab einem Alter von 46 bzw. 42 Jahren beginnen anzusteigen, ist dies bei Männern mit einem hohen Fitnesslevel erst mit 54 Jahren der Fall, bzw. für den unteren Wert mit etwa 90 Jahren“, sagt Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des BNK und praktizierender Kardiologe in einer Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin.

Der Arzt rät dazu, mindestens 150 Minuten pro Woche zu joggen oder stramm spazieren zu gehen. Übersetzt bedeutet das: Schon eine halbe Stunde Sport pro Tag zögert den altersbedingten Anstieg des Blutdrucks hinaus.

Der Grund für das altersabhängige Steigen des Blutdrucks ist im Versteifen der Blutgefäße zu suchen. Passiert dies, muss das Herz das Blut gegen mehr Widerstand durch den Körper pumpen. Der Druck steigt. Unbehandelt kann Bluthochdruck zu einer chronischen Herzmuskelschwäche führen. Weitere Folgen sind Herzrhythmusstörungen und Gefäßverkalkung. Das wiederum erhöht das Risiko für eine koronare Herzkrankheit mit Brustenge (Angina pectoris) und einen Herzinfarkt.