Finger weg vom heißen Grill!

Um Grillunfälle zu vermeiden, sollte man auf  Brennspiritus verzichten. (Foto: Bilderbox)
Um Grillunfälle zu vermeiden, sollte man auf Brennspiritus verzichten. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Die Grillsaison läuft auf Hochtouren – und damit steigt auch die Gefahr von Verbrennungen.

Wer ein paar Dinge beachtet, kann solche Unfälle aber leicht vermeiden.

Gefahrenquelle Nummer eins beim Grillen sind die Grillanzünder, wie die Deutsche Krankenversicherung (DKV) mitteilt. Wer flüssige Brandbeschleuniger wie Brennspiritus verwendet, muss besonders aufpassen. Sie können beim Verdunsten ein hochexplosives Dampf-Luft-Gemisch bilden, manchmal kommt es sogar zu einer sogenannten Rückentzündung der ganzen Flasche. Besser sind feste Grillanzünder aus dem Fachhandel. Sie lassen keine Stichflammen entstehen und rußen auch nicht das Grillgut zu.

Nicht mit Eiswürfeln kühlen

Darüber hinaus sollte der heiße Grill nicht mehr verrutscht und schon gar nicht durch die Gegend getragen werden. Auch hier drohen sonst starke Verbrennungen. Die heiße Kohle niemals in den Abfalleimer kippen oder gar auf die Wiese. Der Eimer kann sonst Feuer fangen. Sind kleine Kinder im Haus, laufen sie Gefahr, sich an Kohleresten auf dem Rasen zu verbrennen.

Wenn es doch einmal zu kleinen Verbrennungen kommt, die betroffenen Stellen am besten sofort für einige Minuten unter handwarmem Wasser kühlen. Auf keinen Fall zu kaltes Wasser oder gar Eiswürfel zum Kühlen verwenden, das schädigt die Haut noch mehr. Bei offenen Brandwunden sollte man einen Arzt aufsuchen. Und bei Verbrennungen ab dem dritten Grad – also, wenn sich weiße Hautstückchen ablösen – muss ein Notarzt gerufen werden.