Fasten steigert das Wohlbefinden

Eine Auszeit für Körper und Geist - Fasten wirkt stimmungsaufhellend. (Foto: Fotolia / Mangostar)
Eine Auszeit für Körper und Geist - Fasten wirkt stimmungsaufhellend. (Foto: Fotolia / Mangostar)

Entscheidend ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

(dbp/spo/fru) Unser Körper muss täglich einiges leisten. Dafür stellen wir ihm die nötige Energie in Form von Nahrung zur Verfügung. Sehr oft nehmen wir jedoch zu viele Kalorien zu uns. Was dann nicht verbraucht wird, landet i.d.R. als Übergewicht auf den Hüften und macht uns träge. Wer fastet, verzichtet für eine gewisse Zeit freiwillig völlig oder teilweise auf Nahrung. Mit dieser Methode können Körper und Geist wieder in Einklang gebracht werden.

Ganzheitlicher Ansatz

„Im Rahmen einer Fastenkur setzen sich Fastende oft mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit und ihrer Ernährung auseinander. Deshalb kann es den Einstieg in eine gesundheitsfördernde Ernährung bereiten“, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) auf ihren Internetseiten. Einen langfristigen Effekt hat dieser ganzheitliche Ansatz vor allem dann, wenn sich der Fastende auch danach gesünder ernährt, regelmäßig entspannt und bewegt. Fasten eignet sich indes nicht als Diätmaßnahme und führt zeitlich befristet nicht zu einer langfristigen Gewichtsabnahme, sagt die DGE: „Es sei denn, der Fastende ändert gleichzeitig seinen Lebensstil“.

Fasten hat zunächst Auswirkungen auf die Stoffwechselvorgänge im Körper. Weil dieser seine Nährstoffe nun nicht mehr aus dem Essen bekommt, geht er an seine Reserven. So leert die Leber zu Beginn ihre Zuckerspeicher, dann wird das Fettgewebe mobilisiert und Eiweiß abgebaut, um neuen Zucker zu produzieren. Das anfängliche Hungergefühl verschwindet übrigens am zweiten oder dritten Tag. Zu Beginn des Fastens lösen der leere Magen und der sinkende Blutzuckerspiegel einen Adrenalinschub aus. Im Laufe der Kur allerdings sinkt die Konzentration des Stresshormons und macht einer höheren Konzentration des Botenstoffs Serotonin Platz. Serotonin ist landläufig als „Glückshormon“ bekannt, weil es im Gehirn harmonisierend und euphorisierend wirkt. Das steigert dann das Wohlbefinden.

Heilfasten, Basenfasten, Intervallfasten

Es gibt übrigens diverse Fastenkuren. Hierzulande sind z. B. das Heil-, Basen- und Intervallfasten recht weit verbreitet. Eine Heilfastenkur sollte nach Angaben der Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung, die in Deutschland Fastenärzte ausbildet, circa zwei bis vier Wochen dauern. Wichtig sei dabei, wie bei jeder Fastenkur ausreichend Wasser oder Tee zu trinken. Je nach Ausgestaltung kann eine solche Kur auch zur Linderung von vorhandenen Beschwerden, bei einem metabolischen Syndrom, chronischen Entzündungen oder psychosomatischen Krankheiten beitragen.

Durch Basenfasten soll der Körper entsäuert werden – eine Methode, die häufig in der Alternativmedizin angewendet wird. Dabei dürfen nur Lebensmittel verzehrt werden, die als basisch gelten, wie Gemüse, Obst sowie Lein-, Oliven- oder Rapsöl. Eine „Entschlackung“ des Körpers könne nach Angaben der DGE beim Basenfasten entgegen der landläufigen Meinung aber nicht stattfinden. Denn in einem gesunden Körper können sich gar keine Abfallprodukte des Stoffwechsels ablagern, weil sie vorher über Nieren und Darm ausgeschieden werden. Beim Intervallfasten verzichtet man tage- oder stundenweise auf Nahrung. „Dem Intervallfasten werden verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen auf den Stoffwechsel zugeschrieben“, erläutert die DGE. Senioren, Schwangere, Stillende, Jugendliche oder Kinder sollten übrigens auf Fastenkuren gänzlich verzichten. Gleiches gilt für Menschen mit bestimmten Krankheiten wie Essstörungen oder Leber- und Nierenerkrankungen.