Fachberater helfen weiter

Rollatoren und andere Gehhilfen gehören zu den häufigsten Kundenwünschen im Sanitätsfachhandel. (Foto: shootingankauf / Fotolia)
Rollatoren und andere Gehhilfen gehören zu den häufigsten Kundenwünschen im Sanitätsfachhandel. (Foto: shootingankauf / Fotolia)

Hilfsmittel aus dem Sanitätshaus dienen dem Erhalt der Selbstständigkeit

(dbp/nas) „Ein Rollator? Ich doch nicht!“ Viele Menschen tun sich mit zunehmendem Alter schwer damit, Hilfsmittel zu akzeptieren. Dabei schafft das Beharren auf die vermeintliche Autonomie im Zweifel oft unnötige Einschränkungen oder sogar Gefahren. Wer sich so viel Selbstständigkeit wie möglich erhalten möchte, für den gibt es heute eine Menge Möglichkeiten. Fachberater in Sanitätshäusern kennen sich damit aus.

Den individuellen Bedarf erfragen

„Wofür genau möchten Sie Ihren Rollator denn nutzen?“ Frank Wilde, Fachberater für Pflegehilfsmittel, fragt bei seiner Kundin ganz konkret nach. Die ältere Dame möchte gern wieder mobiler sein, aber das reicht als Information nicht aus. Wilde muss mehr wissen, um die Kundin kompetent beraten zu können. Soll die Gehhilfe draußen oder im Haus zum Einsatz kommen? Wie groß sind die Strecken, die sie noch laufen kann? Braucht sie eine Bremse oder eine Auflage für die Unterarme? Rollator ist nämlich längst nicht gleich Rollator.

Liegt eine ärztliche Verordnung vor, erstattet die Krankenkasse die Kosten – beziehungsweise bezahlt eine Fallpauschale und damit ein Standard-Modell. Wer mehr Komfort möchte, muss dafür selbst in die Tasche greifen. Ähnlich sieht es auch bei anderen Hilfsmitteln aus. Neben den sogenannten „medizinisch notwendigen“ Hilfsmitteln gibt es auch Leistungen, die über die Pflegeversicherung abgerechnet werden, zum Beispiel ein Pflegebett oder auch Material wie Handschuhe oder Desinfektionsmittel.

Beratung auch zu Hause

Mit diesen gesetzlichen Bestimmungen müssen sich die Berater auskennen. Sie haben es täglich mit Menschen zu tun, die entweder durch ihr Alter oder aufgrund einer Erkrankung oder nach einem Unfall pflegebedürftig sind. Häufig sind es auch die Angehörigen, die sich beraten lassen oder die Betroffenen begleiten. Manche benötigen ganz punktuelle oder vielleicht nur zeitlich begrenzte Unterstützung, einige müssen ihr komplettes Leben und oft auch die eigenen vier Wände umstrukturieren. „Wir führen auch eine Beratung vor Ort durch und schauen uns genau an, wo man etwas verbessern kann“, erklärt Frank Wilde.

Hilfsmittel sollen den Alltag erleichtern

Das Badezimmer die erste größere „Baustelle“ bei vielen älteren Menschen. Sie sind nicht mehr so beweglich wie früher und kommen nicht mehr so gut in die Dusche oder die Badewanne. Es können Haltegriffe montiert werden und es gibt zum Beispiel Duschhocker und -stühle, Einstiegshilfen oder Badewannensitze. Wer mag, darf natürlich im Sanitätshaus schon einmal Probe sitzen oder sich die Funktionsweise eines Lifters zeigen lassen, der automatisch auf den Wannenboden und wieder nach oben fährt.

Gehhilfen stehen an zweiter Stelle der Nachfrage. Allerdings tun sich ältere Menschen immer noch häufig schwer dabei, sich mit ihnen anzufreunden. Im Sanitätshaus gibt es aber noch viele andere Dinge, die den Alltag erleichtern können. Angefangen vom Kombinationsbesteck für Menschen, die nur noch eine Hand benutzen können oder einer Schneidehilfe bis hin zu Matratzen mit „Bettfluchtsystem“ – einem Sensor, der Alarm auslöst, sobald die Bettkante belastet wird. In jedem Fall ist kompetente Beratung wichtig und tut den Kunden auch gut.

Eine Kommentar schreiben

Ihre Emailadresse wird nicht veröffentlicht! Erforderliche Felder sind mit einem * gekennzeichnet.

Sie können folgende HTML Tags und Attribute verwenden:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>