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Zahn-Implantate

Unter einem Implantat versteht man ein Ersatzteil aus fremdem oder auch körpereigenem Material, welches in den Körper eingepflanzt wird.

In der Zahnheilkunde sind dies Zahn- (Keramik oder Titan) oder Knochenimplantate, welche fehlende Zähne oder verloren gegangenen Knochen ersetzen können.

Durch spezielle Operationsmethoden und gewebeverträgliche Materialien ließ sich in den vergangenen Jahren in der Implantologie eine hohe Erfolgsquote erreichen. Nur in Ausnahmefällen wird ein Implantat direkt nach Entfernung oder unfallbedingtem Verlust eines Zahnes in die frische Wunde eingesetzt (Sofortimplantat); in der Regel wartet man mindestens einen Zeitraum von 4 bis 8 Wochen ab, um etwaige vorhandene Entzündungsherde ausheilen zu lassen und genügend neugebildeten Knochen als „Fundament“ (Implantatlager) zur Verfügung zu haben.

Eine Kostenerstattung durch die Gesetzlichen Krankenkassen erfolgt nur bei schweren Kiefer- und Gesichtsschädigungen (Tumoren, Unfällen, angeborene Missbildungen); bei Privaten Krankenversicherungen ist sie i.d.R. gegeben.

Die DGZMK hat im Mai 1998 eine Stellungnahme verfasst, in der es u.a. heißt: „… Herausnehmbarer implantatgestützter Zahnersatz beim zahnlosen Kiefer wird standardmäßig auf 4 Implantaten abgestützt. Diese Form der Versorgung ermöglicht eine höhere Stabilisierung der Prothese mit weniger Knochenresorption des Kiefers als die ebenfalls mögliche Stabilisierung mit 2 Implantaten. Rein implantatgetragener, bedingt abnehmbarer Zahnersatz beim zahnlosen Kiefer ist standardmäßig auf 6 Implantaten abgestützt, wobei im Oberkiefer auch mehr als 6 Implantate, im Unterkiefer in Ausnahmefällen auch lediglich 4 Implantate notwendig sein können. Bei Freiendindikationen und großen Schaltlücken werden in Abhängigkeit von ihrer Größe bei Verbundbrücken (Verbindung von Implantaten mit natürlichen Zähnen) 1 oder 2 Implantate und bei rein implantatgetragenen Konstruktionen standardmäßig 2 oder 3 Implantate angewandt. H. Spiekermann, Aachen“.