- Anzeige -

Naturheilverfahren – eine Alternative (!?)

Siegfried Müller, Heilpraktiker aus Gießen
Siegfried Müller, Heilpraktiker aus Gießen

Der Heilpraktiker Siegfried Müller gibt Antworten zum Thema Naturheilverfahren. Müller ist bereits seit 25 Jahren als Heilpraktiker tätig, seit 15 Jahren in Gießen.

„Herr Müller, viele Kranke erwarten ja von der Naturheilkunde Hilfe, wenn schulmedizinische Therapien erfolglos waren. Ist die Naturheilkunde wirklich eine Alternative?“

Müller: „Diese Frage ist nicht einfach mit ja oder nein zu beantworten. Naturheilkundliche Verfahren wirken ja in der Regel als Heilreiz. Das heißt vereinfacht dargestellt, dass z.B. bei einer homöopatischen Behandlung dem körpereigenem Abwehrsystem eine Information gegeben wird, welches es in der Lage versetzt gezielt gegen gesundheitliche Störung vorzugehen.

„Gesundheitliche Störung? Ist dieser Ausdruck für eine chronische Erkrankung nicht etwas unpassend?“

Müller: „Nein. In der Ganzheitsmedizin gehen wir davon aus, dass die Lebensenergie des Kranken aus dem Gleichgewicht gerät, also gestört ist.“

„Lebenskraft? Ist das nicht ein Begriff der Esoterik?“

Müller: „Nein, als Lebenskraft hat Dr. Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, die Energie bezeichnet, die stets versucht das Leben zu erhalten und Krankheiten abzuwehren. Wir nenne das modern „Abwehrsystem“.

„Aber ist die Naturheilkunde wirklich eine Alternative zur schulmedizinischen Behandlung?“

Müller: „Prinzipiell ja. Allerdings muss man nach dem Fortschritt einer Krankheit differenzieren. Dr. Reckeweg erkannte, dass jede Krankheit in sechs Phasen abläuft. In den ersten drei Phasen ist der Körper, durch naturheilkundliche Therapien unterstützt, in der Lage die Krankheit folgenlos auszuheilen. Die weiteren drei Phasen nennt er die Organphasen. Hier entstehen Schäden an den Organen, die meistens nicht mehr gänzlich rückgängig zu machen sind. Trotzdem ist hier ebenfalls, wenn auch begrenzt, eine Heilung möglich. Wir sprechen dann von einer Defektheilung.

„Wenn ich richtig verstehe, wäre es dann doch sinnvoll, dass die Patienten zunächst naturheilkundlich behandelt würden?“

Müller: „Richtig. Leider sieht die Wirklichkeit anders aus. Die meisten Patienten verstehen die Naturheilkunde als letzten Versuch. Als Beispiel könnte man einen banalen Infekt anführen. Nicht nur von uns Heilpraktikern, sondern auch von vielen Ärzten wird beklagt, dass zu schnell eine antibiotische Therapie durchgeführt wird. Nach Dr. Reckeweg blockiert diese Therapie aber die Selbstheilungskräfte. Nach seiner Erkenntnis führt dies dann langfristig in die chronische Krankheit.

„Das führt uns wieder zurück zu der Frage, ob die Naturheilkunde bei langjährig bestehenden chronischen Krankheiten helfen kann.“

Müller: „Ja, auch dann bestehen Heilungsaussichten. Dies geht aber nicht ohne Mitarbeit des Patienten. Bekannt ist ja zum Beispiel, dass Übergewicht für eine Anzahl von Krankheiten als Ursache erkannt wurde. Beispiele sind Alterszucker, Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Krankheiten des Rückens und der Gelenke. Hier muss dann der Patient mit Hilfe des Therapeuten die Ursache, das Übergewicht, beheben. Ansonsten hat auch die Naturheilkunde keine Chance eine Heilung zu erreichen und kann nur Linderung bewirken. Die Hilfe des Therapeuten sollte aber nicht nur in dem Satz bestehen: „Nehmen Sie ab und dann wird alles besser.“ Durch die Zeit, die ich mir für meine Patienten nehme, kann ich ihnen auch in diesem Bereich gezielt helfen und Sie auf diesem Weg begleiten.

Weitere ausführlichere Informationen zu dem Thema Naturheilverfahren finden Sie auf meiner Web-Site unter www.heilpraktiker-mueller-giessen.de