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Genesung braucht die Mithilfe des Patienten

Um gesund zu werden braucht der Kranke nicht nur einen Arzt, der ihn auf diesen Weg führt, sondern auch einen unbändigen Willen zur Gesundung.

Ohne den eigenen Gesundungswillen des Patienten sind alle Anstrengungen des Arztes sinnlos. Die besten Ärzte und die teuersten Medikamente sind nutzlos, wenn der Patient nicht gesund werden will.

Die Krankheit, als Sprache der Seele interpretiert, führt zu der Erkenntnis, dass Patienten mit Krankheitssymptomen von tatsächlichen Problemen ablenken wollen. Frust, Ärger, Stress, Überforderung, Ablehnung, Angst, das Gefühl nicht geliebt oder gebraucht zu werden, Neid, Missgunst führen oft in die Symptombildung einer Krankheit. Mit dieser Krankheitsprache fordert der Patient etwas ein, was auf normalem Wege für ihn nicht möglich erscheint. Zum Beispiel klagt dann der vernachlässigte Ehepartner über Kopfschmerzen, die einsame Großmutter über Rückenschmerzen, das überforderte Schulkind über Kniebeschwerden, oder anderen Beschwerden. Auf diese Weise erhält man einen Krankheitsgewinn zum bewussten oder unbewussten Durchsetzen eigener Ziele.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Lebensfreude und Lebensbejahung sich positiv auf das Immunsystem auswirken. Vorrausetzung zum Gesund werden ist Lebenssinn, ein Grund zu leben und zu lieben, eine Aufgabe, eine Berufung. In der heutigen Gesellschaft ist es schwieriger denn je, die eigene geistige (metaphysische) Ebene zu finden, die es erlaubt, sich selbst sein zu dürfen und damit gesund zu sein (Novalis: Im wahren Sein sein, das ist Gesundheit). Wer nur noch Sinnlosigkeit und Lieblosigkeit erdulden muss, in einer Welt der auseinanderbrechenden Familien, der abgrundtiefen Einsamkeit und des vielfältigen Dauerstresses, der wird schwerlich gesunden können. So kann durchaus die Krankheit einen Aufruf darstellen, seinen Weg zu ändern, um ein sinnerfülltes Leben führen zu können.