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Chronisch entzündliche Dickdarmerkrankungen

Dickdarmentzündungen verlaufen oft chronisch, d. h. sie können Sie eventuell das ganze Leben hindurch begleiten. Sie treten in Schüben auf, also Perioden in denen die Entzündung aktiv ist und Ihnen Beschwerden bereitet, abwechseln mit Zeiten der relativen Beschwerdefreiheit.

Die Entstehung von chronisch entzündlichen Dickdarmerkrankungen ist noch ungeklärt, diskutiert werden u. a. auch Umwelteinflüsse aber auch psychische Konfliktsituationen. Es gibt im Wesentlichen zwei Hauptgruppen. Zum einen die Colitis ulcerosa, die hauptsächlich im unteren Dickdarmbereich, also Sigma und Rektum auftritt. Die Entzündung ist hier auf die Dickdarmschleimhaut begrenzt. Zu Schmerzen kommt es meist im linken Unterbauch. Zum anderen der Morbus Crohn, der oft am Übergang vom Dünndarm zum Dickdarm, also in der Blinddarmregion auftritt. Die Entzündung betrifft hier die gesamte Darmwand und kann auch auf Nachbarorgane wie z. B. die Gebärmutter, Harnblase oder andere Darmschlingen übergreifen. Der Morbus Crohn kann auch zu Fisteln am After führen. Schmerzen treten meist im rechten Unterbauch auf. Bei beiden entzündlichen Erkrankungen kommt es zu starken Durchfällen (bis zu 20 Entleerungen täglich) Blut- und Schleimabgängen aus dem After, auch unabhängig vom Stuhlgang sowie zu starken Bauchschmerzen.

Bei Patienten mit einer colitis Ulcerosa kann auch das Darmkrebsrisiko erhöht sein.

Therapie:Bevor man eine Therapie ansetzt ist es notwendig, das genaue Ausmaß der Entzündung zu bestimmen. Dies geschieht durch eine Darmspiegelung. Ist die Entzündung auf den unteren Dickdarm beschränkt, also Sigma und Rektum, so genügen oft Zäpfchen oder Einläufe. Sind höher gelegene Dickdarmanschnitte betroffen, ist die Einnahme von Tabletten notwendig. Bei Komplikationen wie Abszessen oder Darmverengungen muss man operieren.