Experten für den Magen-Darm-Trakt

Die Darmspiegelung (Koloskopie) durch den Spezialisten ist das beste und sicherste Vorsorgeinstrument. Sie ist risikoarm und lässt sich im Allgemeinen schmerzfrei durchführen. (Foto: Felix Burda Stiftung)
Die Darmspiegelung (Koloskopie) durch den Spezialisten ist das beste und sicherste Vorsorgeinstrument. Sie ist risikoarm und lässt sich im Allgemeinen schmerzfrei durchführen. (Foto: Felix Burda Stiftung)

Das Verdauungssystem ist ein Spezialgebiet der Gastroenterologen.

(dbp/fru) Die Innere Medizin ist in der heutigen Diagnostik und Therapie von Krankheiten nicht mehr wegzudenken. Sie befasst sich laut dem Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) mit dem Aufbau, der Funktion und den Erkrankungen sämtlicher Organsysteme des menschlichen Körpers. Ein Facharzt für Innere Medizin (Internist) weiß über das menschliche Gefäßsystem (Angiologie) Bescheid, kennt sich mit Stoffwechsel und Hormonen (Endokrinologie und Diabetologie) aus, aber auch mit den Verdauungsorganen (Gastroenterologie), der Blutbildung (Hämatologie und Onkologie), dem Herz-Kreislauf-System (Kardiologie) sowie mit Nieren und Harnwegen (Nephrologie). Und schließlich befasst sich die Innere Medizin auch mit den Atmungsorganen (Pneumologie) sowie dem Knochengerüst und dem Bindegewebe (Rheumatologie).

Lange Weiterbildungen in den einzelnen Spezialgebieten

Bei der Fülle an medizinischen Aufgaben ist es kein Wunder, dass für jedes Teilgebiet eine Spezialisierung erforderlich ist. Um immer auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft zu sein, sind nach Abschluss des Studiums bzw. der Facharztausbildung und nach Erlangen des jeweiligen Tätigkeitsschwerpunktes weitere regelmäßige Fortbildungen notwendig. In Deutschland beinhaltet z. B. die gastroenterologische Ausbildung eine fünfjährige Weiterbildung und Prüfung zum Facharzt für Innere Medizin sowie eine zusätzlich zweijährige Ausbildung in gastroenterologischen Einrichtungen. Die Gastroenterologie befasst sich laut BDI unter anderem mit den Verdauungsorganen – also mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, aber auch der Leber und der zum Verdauungstrakt gehörenden Hormondrüsen wie der Bauchspeicheldrüse.

„Gastroenterologen untersuchen, wie Magen-Darm-Erkrankungen entstehen und wie häufig sie vorkommen. Außerdem diagnostizieren und behandeln sie diese Erkrankungen und beraten die Patienten, wie sie sich vor ihnen schützen können“, erklärt der BDI. Häufige Erkrankungen, mit denen Gastroentrologen konfrontiert sind, seien Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens, Leberzirrhose, Gelbsucht (Hepatitis), oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Eins der wichtigsten Aufgabengebiete sei jedoch die Diagnostik und Behandlung von Tumoren des Magen-Darm-Trakts.

Eine wichtige Leistung: Die Darmkrebsvorsorge

„Jährlich erkranken in der Bundesrepublik mehr als 62.000 Menschen an Darmkrebs, fast 26.000 sterben daran. Eine geeignete Vorsorge würde jedoch vielen Menschen das Leben retten“, heißt es auf den Internetseiten der Aktion Deutschland gegen Darmkrebs www.darmspezialisten.de. Die Darmspiegelung (Koloskopie) durch den Spezialisten ist das beste und sicherste Vorsorgeinstrument. Sie ermöglicht nicht nur eine umfassende Diagnose, sondern bietet gleichzeitig Therapiemöglichkeiten, wie zum Beispiel das Abtragen von Polypen (mögliche Vorstufen von Darmkrebs) oder die Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) für weitere Laboruntersuchungen.

Eine Darmspiegelung ist risikoarm und lässt sich im Allgemeinen schmerzfrei durchführen. Darmkrebs verursacht erst in einem späten Stadium Beschwerden, weshalb Gastroenterologen dazu raten, spätestens ab 50 Jahren mit der Darmkrebsvorsorge zu beginnen. Wenn Darmkrebs in der eigenen Familie häufiger vorgekommen ist, dann sollte mit der Vorsorge deutlich früher angefangen werden.

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