Es ist nie zu spät, Nichtraucher zu werden

Wer es schafft, das Rauchen aufzugeben, hat allen Grund für Luftsprünge. (Foto: Bilderbox)
Wer es schafft, das Rauchen aufzugeben, hat allen Grund für Luftsprünge. (Foto: Bilderbox)

Wer das Rauchen aufgibt, gewinnt auf ganzer Linie: Gesundheit, Schönheit, Geld

(dbp/auh) Die meisten Raucher nehmen sich vor, „irgendwann“ aufzuhören. Doch der richtige Zeitpunkt scheint nie zu kommen. Weiterrauchen ist ja auch einfacher, als sich mit dieser Gewohnheit ehrlich auseinanderzusetzen. Wer sich aber die Realität deutlich vor Augen hält, wird leichter zu dem Entschluss kommen: „Ich höre auf.“

Rauchen schädigt nahezu jedes Organ im Körper, ruiniert die Atemwege, das Herz und den Kreislauf. 90 Prozent aller Lungenkrebsfälle werden auf das Rauchen zurückgeführt. Auch die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) wird hauptsächlich vom Zigarettenkonsum verursacht. Nach Angaben des Bundesverbandes der Pneumologen (www.lungenaerzte-im-netz.de) ist COPD in Deutschland häufiger als Asthma, Lungenentzündung und Lungenkrebs zusammengenommen. In Europa ist sie die dritthäufigste Todesursache.

Raucherinnen sehen älter aus

Es gibt nicht nur gesundheitliche Risiken, die vom Rauchen ausgehen, sondern auch solche für die ästhetische Erscheinung: Jede erfahrene Kosmetikerin erkennt eine Raucherin am Zustand der Haut. Die gefäßverengende Wirkung des Nikotins stört die Durchblutung und behindert die Gewebeversorgung. Die Folgen sind aschfahle Gesichtsfarbe und vorzeitige Faltenbildung. Der Alterungseffekt ist bei Frauen stärker als bei Männern.

Die Mundgesundheit leidet in hohem Maß unter der Dauerbelastung durch Nikotin: Nach Angaben der Bundeszahnärztekammer haben Raucher ein rund doppelt so hohes Risiko für Zahnausfall wie Nichtraucher. Auch Mundgeruch, Verfärbungen an Zähnen, Lippen und Zunge, Karies, Schleimhautveränderungen, eine schlechte Wundheilung oder Implantatverlust seien typische Raucherprobleme.

Aufhören lohnt sich immer

Die gute Nachricht: Der Körper erholt sich erstaunlich schnell, nachdem die letzte Zigarette geraucht ist. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Internisten ist bereits nach zwei Stunden kein Nikotin mehr im Körper. Nach 24 Stunden ist das Herzinfarktrisiko messbar gesunken, nach drei Tagen hat sich die Durchblutung der Lunge spürbar verbessert. Die körperlichen Entzugserscheinungen sind nach zwei Wochen überwunden.

Der Bundesverband der Pneumologen weist darauf hin, dass sich das Herzinfarktrisiko eines ehemaligen Rauchers nach einem halben Jahr der Enthaltsamkeit bereits halbiert hat und nach fünf Jahren mit dem eines Nicht-Rauchers vergleichbar ist. Nach zehn Jahren beginnt dann auch das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, zu sinken.

Wer das Rauchen aufgibt, lebt übrigens nicht nur deutlich gesünder, sondern spart auch viel Geld. Beispiel: Mehr als 900 Euro im Jahr hat zusätzlich im Portemonnaie, wer früher etwa zehn Zigaretten täglich geraucht hat.