Es gibt viele Arten von orthopädischen Einlagen

Orthopädische Einlagen unterscheiden sich voneinander hinsichtlich Fertigungsmaterial, Ausführung und Länge. (Foto: Fotolia / Pixelot)
Orthopädische Einlagen unterscheiden sich voneinander hinsichtlich Fertigungsmaterial, Ausführung und Länge. (Foto: Fotolia / Pixelot)

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen bis zu zwei Paar pro Jahr.

(dbp/fru) Wenn der Hausarzt oder Orthopäde z. B. die Diagnose Spreizfuß, Knickfuß, Plattfuß oder Hohlfuß stellt, wird es Zeit für orthopädische Fußeinlagen (kurz Einlagen), um die Fehlstellung auszugleichen. Solche Fehlstellungen können nämlich unbehandelt zu Schmerzen führen – und zwar nicht nur in den Füßen sondern im kompletten Bewegungsapparat. So können Fußfehlstellungen beispielsweise massive Rückenschmerzen auslösen, aber auch ursächlich für Nacken-und sogar Kopfschmerzen sein.

Korrektureinlagen, Stützeinlagen und Bettungseinlagen

Orthopädische Einlagen unterscheiden sich deutlich bezüglich des genutzten Materials und der Ausführung sowie der Länge der Einlage. Heutzutage werden als Fertigungsmaterialien thermoplastische Kunststoffe, Kork, Carbon, Edelstahl und diverse Schaumstoffe verwendet, wobei – mit Ausnahme von Edelstahl-Einlagen – diese zusätzlich mit Leder oder anderen weiteren Textilien bezogen werden.

Die Fußform ist entscheidend dafür, welche Einlage verwendet wird, um den gewünschten Zweck zu erreichen. Korrektureinlagen werden zur Wiederherstellung eines ursprünglichen oder gewünschten Zustandes erstellt. Der Fuß befindet sich dabei in der Regel im Wachstum und die Korrektur muss auch mit der Hand ohne großen Kraftaufwand erfolgen können – dann schafft das auch die Einlage. Durch Kopieeinlagen oder auch stützende Einlagen erfolgt eine Entlastung und gleichmäßige Druckverteilung über die Aufstandsfläche. Das verbessert auch das Abrollverhalten des Fußes. Bei Bettungseinlagen geht es dagegen um eine Auftrittsdämpfung und Vermeidung von Druckspitzen durch Entlastung einzelner Problemzonen. Solche Einlagen schützen den Fuß vor Überbelastung und stabilisieren die Gelenke.

Einlagen gibt es nur auf Rezept

„Wenn Sie gesetzlich bei einer Krankenkasse versichert sind, dann benötigen Sie immer ein Rezept über orthopädische Einlagen, damit die Krankenkasse diese Kosten übernehmen kann“, heißt es auf den Seiten des „Orthopädie Magazins“. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen bis zu zwei Paar pro Jahr (sogenannte Kasseneinlage). Grundsätzlich müssen die Orthopädieschuhmacher zudem eine gesetzliche Zuzahlung von sechs Euro verlangen. Dies ist von den Krankenkassen so vorgeschrieben, es sei denn, man ist von der Zuzahlung befreit. Bei höherwertigen Einlagen haben die Unternehmen die Möglichkeit, eine sogenannte wirtschaftliche Zuzahlung zu nehmen. Darüber müssen sie allerdings den Kunden vorher im Beratungsgespräch aufklären.

Es gibt auch weitere Kostenträger, die für die Übernahme von Kosten für Einlagen infrage kommen, z. B. bei Sicherheitsschuhen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) erklärt, dass orthopädische Sicherheitsschuhe leistungsrechtlich dem Bereich der beruflichen Rehabilitation zuzuordnen sind. Diese Träger (z. B. die gewerblichen Berufsgenossenschaften, die Gemeindeunfallversicherungsverbände oder die Unfallkassen) übernehmen zunächst die Gesamtkosten und lassen sich danach vom Unternehmen den Anteil zurückzahlen, den es ohnehin für einen Fußschutz (ohne Änderungen) zahlen hätte müssen. Dabei müsse unbedingt abgewartet werden, bis die Zusage der Kostenübernahme vorliegt, ansonsten könne es sein, dass die Kosten nicht getragen werden. Übrigens: Der Umtausch von orthopädischen Einlagen ist nicht möglich!

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