Einlagen können Fußschmerzen lindern

Material und Korrekturpunkte sind entscheidend für den Behandlungserfolg von Einlagen. (Foto: Fotolia / glashaut)
Material und Korrekturpunkte sind entscheidend für den Behandlungserfolg von Einlagen. (Foto: Fotolia / glashaut)

Diagnose ist für eine orthopädische Therapie entscheidend.

(iwg/fru) Durchschnittlich geht ein Mensch etwa 10.000 Schritte am Tag. Unsere Füße tragen dabei das gesamte Körpergewicht. Um diese hohen Belastungen zu meistern, hat uns die Natur mit einem komplexen Apparat aus Knochen, Muskeln und Sehnen ausgestattet. Wird dieses Gebilde z. B. durch Fußfehlstellungen überbelastet, entstehen Fußschmerzen. Fehlstellungen des Fußes können aber nicht nur zu Fußschmerzen führen, sondern beispielsweise auch Knie, Hüfte und Rücken in Mitleidenschaft ziehen, so dass Schmerzen in Körperregionen entstehen, die sich weit weg von der eigentlichen Ursache befinden. Im Rahmen einer orthopädischen Behandlung können Einlagen dabei helfen, schmerzhafte Entzündungen und weitere Fußbeschwerden zu vermeiden und die natürliche Funktionsweise des Fußes zu unterstützen.

Wirkung durch zwei Komponenten

Orthopädische Einlagen haben den Vorteil, dass man nahezu alle Ursachen für Fußschmerzen angehen kann, heißt es vom „Orthopädie Magazin“ auf dessen Internetseiten. Sie wirken im Wesentlichen durch zwei Komponenten: Material der Einlagen und den Korrekturpunkten. Auf dem Markt gibt es Einlagen aus den unterschiedlichsten Materialien. Einlagen aus einem festeren Material geben dem Fuß seitlich mehr Unterstützung und kommen z. B. besonders häufig bei Patienten mit einem sogenannten „Senkfuß“ zum Einsatz. „Einlagen aus weichen Materialien hingegen dämpfen den entstehenden Druck beim Gehen mehr ab“, wird vom „Orthopädie Magazin“ erklärt. Das entlastet die Gelenke und kann zur Linderung der Fußschmerzen beitragen. Wer beispielsweise unter einem „Spreizfuß“ leidet, ist mit weicheren Einlagen besser beraten.

Die Korrekturpunkte stellen den zweiten entscheidenden Faktor dar, der für eine gute Wirkungsweise einer Einlage verantwortlich ist. Laut „Orthopädie Magazin“ finden sich in der Regel zwei Korrekturpunkte in den Einlagen. Dabei handelt es sich um Erhöhungen im Vorfußbereich (Pelotten) und im Längsgewölbe (Längsgewölbestützen). Die Pelotten bewirken, dass der Druck vom Vorfuß weiter nach hinten verlagert wird und dadurch die Vorfußschmerzen abnehmen. Die Längsgewölbestützen finden sich auf der Innenseite der Einlagen und bewirken durch deren Höhe eine Korrektur des Fußes. Beide Korrekturpunkte an den Einlagen sind zusammen mit der Materialzusammensetzung entscheidend dafür, ob die Einlagen helfen oder nicht.

Weitere orthopädische Behandlungsmöglichkeiten

Neben Einlagen gibt es auch weitere orthopädische Behandlungsmöglichkeiten, um Fußschmerzen zu lindern. Durch eine orthopädische Schuhzurichtung können z. B. Konfektionsschuhe so umgearbeitet werden, dass sie Fußschmerzen insbesondere im Vorfuß mindern. Eine Methode hier sind sogenannte Schmetterlingsrollen mit und ohne Weichbettung. Durch diese Versorgung werden die Mittelfußköpfchen (Knochen unter dem Vorfuß) entlastet. Fußschmerzen können nicht zuletzt auch durch Bandagen gemindert werden, z. B. mit einer sogenannten Spreizfuß-Bandage. Bei Fersenschmerzen können insbesondere Fersenkissen zu einer Linderung beitragen.