Ein Schlaganfall schickt manchmal Vorboten

Gefühlsstörungen, zum Beispiel im Gesicht, können auf eine verengte Halsschlagader hinweisen. (Foto: Bilderbox)
Gefühlsstörungen, zum Beispiel im Gesicht, können auf eine verengte Halsschlagader hinweisen. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Symptome wie leichte Gefühlsstörungen im Gesicht, in Armen oder Beinen, Sprachstörungen oder eine kurze einseitige Erblindung sollten unbedingt ärztlich untersucht werden – vor allem bei älteren Menschen.

Sie können auf eine verengte Halsschlagader (Karotis-Stenose) hinweisen.

Auch wenn die Symptome nur vorübergehend bestehen, sollten Betroffene zum Arzt gehen, rät der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) auf www.neurologen-im-netz.de. Denn sie können Vorboten eines Schlaganfalls sein.

Ursache für eine Stenose sind meist Ablagerungen an den Gefäßwänden, sogenannte Plaques. Für die Durchblutung ist eine geringe Verengung noch kein Problem, allerdings können sich Plaque-Teile ablösen und über den Blutstrom ins Gehirn wandern. Das wiederum kann zu einer transitorisch-ischämischen Attacke (TIA) führen, quasi einer Schlaganfall-Vorstufe, oder zu einem richtigen Schlaganfall. Wer eine TIA erleidet, ist in den folgenden Tagen besonders gefährdet, noch einen Schlaganfall zu bekommen. Deshalb plädieren die Ärzte, auch scheinbar harmlose Symptome abklären zu lassen.

Die Verengung zeigt sich im Ultraschallbild

Untersucht werden kann die Halsschlagader einfach und schmerzfrei mittels Ultraschall. Bei einer Verengung von über 70 Prozent und vor allem, wenn schon Durchblutungsstörungen aufgetreten sind, werden die Patienten meist operiert. Sie bekommen die Schlagader gereinigt und gegebenenfalls einen Stent eingesetzt, der das Gefäß offen halten soll. Danach muss regelmäßig kontrolliert werden, ob es sich nicht erneut zusetzt.

Vorbeugen kann man einer Verengung der Halsschlagader, indem man sich gesund ernährt, Sport treibt, nicht raucht, Übergewicht reduziert und einen etwaigen Diabetes oder Bluthochdruck optimal einstellt.