Ein Mittagsschläfchen senkt den Blutdruck

Ein Mittagsschlaf ist offenbar gut für Bluthochdruck-Patienten.  Ob das im Büro eine prima Idee ist, muss mit dem Chef geklärt werden. (Foto: R. Kneschke / Fotolia)
Ein Mittagsschlaf ist offenbar gut für Bluthochdruck-Patienten. Ob das im Büro eine prima Idee ist, muss mit dem Chef geklärt werden. (Foto: R. Kneschke / Fotolia)

(dbp/spo) Wer sich mittags eine Siesta auf dem Sofa gönnt, kann damit seine Blutdruck- und Pulswerte verbessern. Das teilt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) mit.

Für die Studie, die das belegt, untersuchten griechische Wissenschaftler die Werte und Lebensgewohnheiten von 386 Bluthochdruck-Patienten. Erfasst wurden ein einmaliger Blutdruckwert, die Blutdruck-Werte über 24 Stunden, bestimmte Lebensstilfaktoren und natürlich die Dauer des Mittagsschlafs.

Das Infarkt-Risiko sinkt

Die Siesta-Patienten hatten bei Studienende einen um durchschnittlich fünf Prozent niedrigeren mittleren 24-Stunden-Blutdruckwert als die Kontrollgruppe. Das entsprach einem Unterschied von etwa 6 mmHg. Der durchschnittliche systolische Blutdruck, also der obere Wert, war tagsüber um vier Prozent (5 mmHg), nachts um sechs Prozent (7 mmHg) niedriger.

Und das sei beträchtlich, hieß es. Denn wer seinen systolischen Blutdruck um 2 mmHg senken könne, senke damit sein Infarkt-Risiko bereits um etwa zehn Prozent. Übrigens: Je länger der Mittagsschlaf bei den Studienteilnehmern dauerte, desto besser war der Effekt auf den Blutdruck.