E-Zigaretten von Kindern fernhalten

Genau wie herkömmliche Tabakprodukte sind auch E-Zigaretten für Kinder tabu. (Foto: Miriam Dörr / Fotolia)
Genau wie herkömmliche Tabakprodukte sind auch E-Zigaretten für Kinder tabu. (Foto: Miriam Dörr / Fotolia)

(dbp/auh) Dass man Zigaretten und Tabak außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren soll, ist allgemein bekannt.

Aber gilt das auch für E-Zigaretten? Auf jeden Fall, sagt Dr. Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Vielleicht ist die Vergiftungsgefahr sogar noch größer als bei Tabakprodukten, denn die Flüssigkeiten, mit denen E-Zigaretten befüllt werden, gibt es laut BVKJ mit Aromastoffen wie bei Süßigkeiten: Schokolade, Erdbeere, Minze, Apfelkuchen oder Bananensplit seien erhältlich. Die Fläschchen haben in der Regel keinen kindersicheren Verschluss und enthalten meist flüssiges Nikotinkonzentrat.

„Eltern sollten deshalb Flüssigkeitsbehälter unzugänglich für Kleinkinder aufbewahren. In diesem Alter nehmen Kinder gerne alles in den Mund“, so Dr. Fegeler. Symptome von Vergiftungen seien schneller Herzschlag, Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen. „Bei einer starken Nikotinvergiftung nimmt der Blutdruck ab, es sind Krampfanfälle, im Extremfall Atemlähmung und Tod möglich“, warnt der Kinder- und Jugendarzt. In den USA haben Vergiftungsfälle in Zusammenhang mit E-Zigaretten angeblich deutlich zugenommen, insbesondere bei Kindern unter sechs Jahren.

Da man nicht genau weiß, welche möglicherweise schädlichen Stoffe in dem E-Zigarettendampf enthalten sind, sollten Eltern vorsichtshalber nicht im Beisein ihrer Kinder „dampfen“, so der BVKJ. „Es ist noch wenig bekannt, ob die Luft in der Umgebung von E-Zigaretten-Rauchern für andere negative gesundheitliche Auswirkungen hat. Einige Analysen haben ergeben, dass das Luftgemisch mit kleinsten flüssigen und festen Schwebeteilchen Aromastoffe, Nikotin, Silikat-Partikel und Metall enthält“, so Dr. Fegeler.