Dumpfes Hören vom HNO-Arzt abklären lassen

Bei Problemen mit dem Gehör sollte man stets einen HNO-Arzt aufsuchen. (Foto: Bilderbox)
Bei Problemen mit dem Gehör sollte man stets einen HNO-Arzt aufsuchen. (Foto: Bilderbox)

(dbp/cwr) Wer immer dumpf hört, sollte einen Facharzt aufsuchen.

Es könnte sein, dass eine Belüftungsstörung der Ohrtrompete dahinter steckt. Das teilt der Berufsverband der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte unter www.hno-aerzte-im-netz.de mit.

Als Ohrtrompete bezeichnet man die Verbindung zwischen Mittelohr und Rachenraum. Im Mittelohr befinden sich die drei kleinsten Knochen des menschlichen Körpers: Hammer, Amboss und Steigbügel. Alle drei tragen dafür Sorge, dass die Schallübertragung funktioniert. Normalerweise ist die Ohrtrompete geschlossen. Sie wird aber beispielsweise beim Schlucken für den Druckausgleich und zur Belüftung kurz geöffnet. Ist dieser Mechanismus gestört, bleibt ein dauerhafter Druck auf den Ohren. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch dazu führen, dass Krankheitserreger leichter eindringen. „Das kann zu einer chronischen Mittelohrentzündung, zu Ohrgeräuschen oder schlimmstenfalls zur Zerstörung von Strukturen im Mittelohr führen“, sagt Professor Leif-Erik Walther vom Berufsverband.

Die Belüftungsstörung könne gut behandelt werden. Zunächst sollte der Patient versuchen, Nasenspülungen und Druckausgleich-Übungen anzuwenden. Reiche das nicht aus, kann die Engstelle in der Ohrtrompete mit Hilfe eines Katheters gedehnt werden. Das geschieht in einer kurzen Narkose. „Die Erfolgschancen sind gut, die Risiken und Komplikationen sehr gering“, erklärt Professor Walther und weist darauf hin, dass sich der Erfolg der Behandlung meist erst nach einigen Wochen einstelle, wenn die Ohrtrompete abgeschwollen ist.