Druckstellen im Mund können gefährlich werden

Wenn die Prothese nicht richtig sitzt, sollte man den Zahnarzt umgehend darauf aufmerksam machen. (Foto: proDente e. V.)
Wenn die Prothese nicht richtig sitzt, sollte man den Zahnarzt umgehend darauf aufmerksam machen. (Foto: proDente e. V.)

(dbp/spo) Zahnprothesen sorgen manchmal für Druckstellen auf der Schleimhaut – sei es, weil sie nicht korrekt sitzen oder weil Stücke abgebrochen sind.

Das sollten Betroffene nicht so einfach hinnehmen.

Der Grund: Solche Druckstellen können sich auf Dauer zu kleinen Geschwüren entwickeln und gegebenenfalls entarten, gibt Dr. Hans-Peter Huber von der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) zu bedenken. Wer Schleimhautveränderungen bei sich bemerkt, sollte also unbedingt seinen behandelnden Zahnarzt darauf aufmerksam machen und gegebenenfalls seine Prothese reparieren oder angleichen lassen.

Achtung bei weißlichen Verfärbungen

Eine gesunde Mundschleimhaut ist blassrosa, weich und glatt. Untersucht werden sollte sie, wenn sich Verdickungen, Verhärtungen sowie weißliche oder rote Verfärbungen zeigen. Gerade die schmerzfreien Veränderungen seien oft die gefährlichsten, sagt die DGAZ. Jede Veränderung, die nach zwei Wochen nicht wieder abgeheilt ist, müsse als gefährlich eingestuft werden. Es könne sich um eine Vorstufe von Mundhöhlenkrebs handeln.

Auch eine raue oder defekte Zahnfüllung kann laut Dr. Huber auf Dauer zu einer Druckstelle auf der Schleimhaut führen, die unbehandelt ebenso entarten kann.