Die scharfe Heilpflanze

Als Teeaufguss soll Ingwer unter anderem das Immunsystem anregen. (Foto: Fotolia / juefraphoto)
Als Teeaufguss soll Ingwer unter anderem das Immunsystem anregen. (Foto: Fotolia / juefraphoto)

Ingwer hilft der Verdauung auf die Sprünge.

(dbp/spo/fru) Der hellbraune, knorrige Ingwer sieht auf den ersten Blick nicht gerade appetitlich aus. Doch er hat es in sich: Speisen und Getränke erhalten durch ihn eine feine Schärfe und er wird bei Verdauungsbeschwerden, Erkältungen und sogar Kopfschmerzen eingesetzt. Der Ingwer ist übrigens keine Wurzel, wie man oft meint, sondern genau genommen eine verdickte Sprosse, die unter der Erde wächst. Zubereitet wird der frische Ingwer, indem er – geschält und in kleine Stücke geschnitten oder gerieben – einfach mitgekocht wird.

Ingwer wird oft in der TCM eingesetzt

Besonders aus der asiatischen Küche ist der Ingwer nicht wegzudenken, aber auch im europäischen Raum verfeinern Köche gerne pikante Soßen, Fleisch, Fisch, Gemüse oder sogar Süßspeisen mit seinem scharf-fruchtigen Aroma. Als Teeaufguss soll Ingwer das Immunsystem anregen und auch Erkältungen vorbeugen. Die Zubereitung ist denkbar leicht: Einfach einige Scheiben von der geschälten Ingwerknolle abschneiden und mit einer kochend heißen Tasse Wasser übergießen. Ingwer wird auch eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. Eingerieben in die Haut soll er wegen seiner wärmenden Wirkung auch bei rheumatischen Erkrankungen helfen.

In der Arzneimitteltherapie der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist Ingwer als Heilpflanze ein klassischer Bestandteil zur Behandlung von Muskelbeschwerden, Reiseübelkeit, Zahn- und Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit oder Blähungen. Wichtig ist es, beim Kauf von Ingwerknollen auf Frische zu achten. So sollte die Haut fest, glatt und glänzend sein. Im Kühlschrank hält sich Ingwer, ungeschält und in Küchenpapier eingepackt, zwei bis drei Wochen.

Die Inhaltsstoffe des Ingwers können auch helfen, Übelkeit und Brechreiz zu lindern, heißt es auf den Internetseiten der „Frauenärzte im Netz“. Somit könnte der Ingwer ähnlich den Antiemetika (Medikamente, die Übelkeit und Brechreiz unterdrücken) auch im Rahmen von Chemotherapien eingesetzt werden, um solche Beschwerden auf natürliche Weise zu lindern. Die Wirkweise des Ingwers muss diesbezüglich jedoch in weiteren klinischen Studien erforscht werden.

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Quellenangaben:
Gabriele Schwarz, „Die 100 gesündesten Lebensmittel“, Irisiana Verlag 2008 und Onlineinformationen der Frauenärzte im Netz unter https://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_news_652_1_1313_wie-ingwer-krebspatienten-bei-belkeit-hilft.html (abgerufen im Dezember 2017)