Die Mini-Pille macht Frauen schmerzresistenter

Wer die Minipille schluckt, spürt Schmerzen offenbar erst viel später. (Foto: Heiko Rothe / Fotolia)
Wer die Minipille schluckt, spürt Schmerzen offenbar erst viel später. (Foto: Heiko Rothe / Fotolia)

(dbp/spo) Frauen, die zur Verhütung eine Mini-Pille schlucken, die auf dem Hormon Progestogen basiert, sind offenbar weniger schmerzempfindlich.

Das ist das Ergebnis einer brasilianischen Studie, die beim jüngsten Kongress der europäischen Schmerzföderation EFIC vorgestellt wurde.

An der Studie teilgenommen hatten insgesamt 277 Frauen, die entweder die genannte Mini-Pille, eine Pille aus kombinierten Wirkstoffen oder gar keine hormonellen Verhütungsmittel nahmen. Mit Hilfe von elektrischen Impulsen am Unterarm wurde untersucht, ab wann die Frauen etwas als schmerzhaft empfinden. Auch mit Druckreizen an Unterarm und Unterleib wurde die individuelle Schmerzschwelle ermittelt.

Hormone beeinflussen das Schmerzempfinden

Das Ergebnis: Sie lag bei den Frauen mit der Mini-Pille höher als bei den anderen, sprich: Diese Frauen nahmen den Schmerz erst bei viel stärkeren Reizen wahr.

Dass Frauen grundsätzlich eine höhere Schmerzschwelle haben als Männer, ist bekannt. Vermutet wird, dass das an den geschlechtsspezifischen Einflüssen von Steroid-Hormonen liegt. Auch die Hormongruppe der Progestogene zählt zu den Steroiden.