Dicke Kinder haben ein erhöhtes Asthma-Risiko

Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter.  (Foto: Miroslav Beneda / Fotolia)
Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. (Foto: Miroslav Beneda / Fotolia)

(dbp/cwr) Kinder mit Übergewicht haben ein deutlich größeres Risiko, Asthma zu entwickeln, als normalgewichtige Kinder.

Darauf weist der Bundesverband der Pneumologen in Deutschland hin (www.lungenaerzte-im-netz.de). Die Lungenexperten berufen sich auf eine Studie, bei der Ärzte 4.835 Kinder im Alter von siebeneinhalb Jahren untersucht haben. Sie fanden heraus: Ist der Body Mass Index (BMI) höher als 25, erhöht sich mit jeder zusätzlichen BMI-Einheit das Asthma-Risiko um 55 Prozent.

Eine Erklärung: Steigt der BMI, bildet sich mehr Fettgewebe. Und dort werden Faktoren gebildet, die Entzündungsprozesse im Körper verstärken können. Bei Asthmatikern kann es zur Folge haben, dass sich die Erkrankung verschlimmert. Wer zudem viele Pfunde mit sich herumschleppt, kann auch schwerer atmen, ganz einfach, weil zu viel Gewicht auf der Brust lastet.

Die Ärzte raten übergewichtigen Kindern dringend zum Abnehmen – auch wenig Gewichtsreduktion würde sich schon lohnen. Am besten sei, wenn man sein Leben umkrempelt: Ernährungsumstellung und Ausdauersport seien die Schlagworte. Schwimmen, Joggen, Inline-Skaten, Radsport, Wandern – all diese Sportarten würden die Kilos purzeln lassen. Wichtig: Keine Radikalkur machen, sondern sondern den Körper langsam an die Belastung gewöhnen.

Die jetzt veröffentlichte Studie lege nahe, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen BMI und dem Asthmarisiko gebe. Außerdem erklären die Autoren, dass die weltweit zu beobachtende Zunahme des BMI auch für den Anstieg der Asthmahäufigkeit verantwortlich sein dürfte.