Diabetiker werden häufiger dement

(dbp/spo) Menschen, die an Diabetes Typ 2 erkrankt sind, haben ein bis zu vierfach höheres Risiko, eine gefäßbedingte Demenz zu entwickeln.

Das teilt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) mit und fordert in ihrer neuen Behandlungsleitlinie ein jährliches Demenzscreening für Betroffene.

Besonders Typ-2-Diabetiker über 65, die schon länger erkrankt sind und deren Gedächtnis bereits beeinträchtigt ist, kämen für ein solches Screening infrage, so die DDG. Eine Ursache für das erhöhte Demenzrisiko ist ein langfristig erhöhter Blutzuckerspiegel, der die Gefäße in Augen, Füßen und eben auch dem Gehirn schädigt.

Die Kombination von Diabetes und Demenz könne für die Betroffenen sehr gefährlich werden, so die DDG. Denn Demenzpatienten schaffen es häufig nicht, ihre Ernährung und Medikamenteneinnahme konsequent auf die Diabeteserkrankung abzustimmen. Sie können die Anzeichen für eine schwere Unterzuckerung (Hypoglykämie) oft nicht richtig deuten und darauf reagieren. Solche Unterzuckerungen stehen wiederum im Verdacht, das Gehirn noch mehr zu schädigen und so zum Fortschreiten der Demenz beizutragen.