Diabetiker sollten nur vorsichtig barfuß laufen

Diabetiker sollten beim Barfußgehen besonders vorsichtig sein. (Foto: Bilderbox)
Diabetiker sollten beim Barfußgehen besonders vorsichtig sein. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Barfußlaufen fördert die Durchblutung und trainiert die Empfindsamkeit der Füße – das ist für Diabetiker eigentlich gut. Allerdings müssen sie aufpassen, dass sie sich an den Füßen nicht verletzen.

Vor allem Diabetiker mit einer Polyneuropathie – einer durch den Diabetes ausgelösten Nervenschädigung in Armen und Beinen – müssen wachsam sein, wie der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) sagt. Denn durch die Nervenschäden spüren sie trotz Verletzung oft keine Schmerzen. Oder die Schmerzen werden erst wahrgenommen, wenn sich die Wunde schon entzündet hat. Oft ist auch die Wundheilung gestört.

Wunden können chronisch werden

Polyneuropathie-Patienten sollten ihre Füße deshalb täglich auf kleine Wunden untersuchen, rät der BDN auf www.neurologen-im-netz.org. Schon eine aufgescheuerte Blase oder kleine Verletzungen, weil etwa ein Zeh am Schuh anstößt, können unbehandelt zu chronischen Wunden und damit zu einem diabetischen Fuß führen. Dabei wird das Fußgewebe immer mehr zerstört, schlimmstenfalls droht die Amputation.

Betroffene sollten sich nicht scheuen, auch mit kleinen Wunden zum Arzt zu gehen. Außerdem müssen sie ihr Schuhwerk sorgfältig auswählen und ihre Füße gegebenenfalls von einem medizinischen Fußpfleger behandeln lassen.