Den Sommer im Blick

Sommer, Sonne, scharfes Sehen – polarisierende Brillengläser verhindern störende Lichtreflexionen. (Foto: minicel73 / Fotolia)
Sommer, Sonne, scharfes Sehen – polarisierende Brillengläser verhindern störende Lichtreflexionen. (Foto: minicel73 / Fotolia)

Gut sehen im Urlaub: Tipps für Brillen- und Kontaktlinsenträger

(dbp/auh) Was darf im Reisegepäck auf keinen Fall fehlen? Das Wichtigste für Menschen, die auf eine Sehhilfe angewiesen sind, ist die Ersatzbrille. Alles andere kann man zur Not am Urlaubsort kaufen. Aber die „Anfertigung einer neuen Brille dauert im Ausland mitunter länger als der Urlaub selbst“, teilt das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) augenzwinkernd mit.

Auch Träger von Kontaktlinsen haben zur Sicherheit eine Brille in ihrer Sehstärke im Gepäck. Das KGS rät darüber hinaus zu einem Extra-Paar Linsen. Außerdem sei es empfehlenswert, ausreichend Pflegelösung mitzunehmen, denn „fern der Heimat auf andere Linsen oder Pflegemittel umzusteigen, birgt immer das Risiko von Unverträglichkeiten“, so die Berliner Experten.

Im Flugzeug droht „trockenes Auge“

Bei der Anreise im Flieger sollten Kontaktlinsenträger daran denken, dass die Luft in der Flugzeugkabine meist extrem trocken ist. Damit die Kontaktlinsen im trockenen Auge nicht kratzen, kann man mit Nachbenetzungstropfen vorbeugen. Diese sogenannten „künstlichen Tränen“ gibt es in der Apotheke.

Wichtig: Wer seine Pflegelösung in der üblichen 300-Milliliter-Flasche mit ins Handgepäck nimmt, läuft Gefahr, dass diese vom Sicherheitspersonal erbarmungslos vor seinen ausgeschüttet und damit ersatzlos vernichtet wird. In die Kabine mitgenommen werden dürfen Flüssigkeiten nur, wenn sie ein Volumen von 100 ml nicht überschreiten und in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Plastikbeutel mit einem Fassungsvermögen von maximal einem Liter stecken.

Polarisierende Gläser verhindern Lichtreflexe

Wer als Brillenträger mit dem Auto in den Urlaub fährt, hat sicherlich eine Sonnenbrille in seiner Sehstärke dabei. Auch Gleitsichtbrillen sind mit getönten Gläsern erhältlich. Damit ist scharfes Sehen sowohl auf die Armaturen als auch auf das vorausfahrende Fahrzeug möglich. Eine Brille mit polarisierenden Gläsern verhindert störende Lichtreflexe und Spiegelungen. Bei längeren Autofahrten machen sich solche Gläser bezahlt, denn die Augen ermüden nicht so schnell.

Brille nicht im Auto lassen

Wer sein Auto nicht im Schatten parkt, sollte alles rausnehmen, was hohe Temperaturen nicht verträgt. Laut KGS gehören alle Sehhilfen inklusive flüssige Pflegemittel dazu. „Die Hitze kann Brillengläser so beschädigen, dass Verzerrungen entstehen. Und „gekochte“ Pflegemittel werden unbrauchbar.

Brille nicht am Strand putzen

Brillengläser zerkratzen leicht, wenn sie trocken geputzt werden. Das gilt am Strand natürlich besonders, denn die kleinen Sandkörnchen wirken wie Schmirgelpapier auf der Glasoberfläche und können sie so stark zerkratzen, dass das Sehen beeinträchtigt wird. Deshalb sollte man der Versuchung widerstehen, mit dem Handtuch oder dem T-Shirt-Ärmel die Brille von Salzwasser oder Sonnencreme zu befreien. Der Rat vom KGS lautet: Brille unter den Wasserhahn und anschließend mit einem Putztuch aus Mikrofaser polieren.