Was den einen dick macht, hält den anderen schlank

Welche Nährstoffe helfen beim Abnehmen? Die Antwort ist womöglich individuell verschieden. (Foto: Barabas Attila / Fotolia)
Welche Nährstoffe helfen beim Abnehmen? Die Antwort ist womöglich individuell verschieden. (Foto: Barabas Attila / Fotolia)

So funktionieren Stoffwechseldiäten: Jeder braucht eine andere Nährstoffzusammensetzung

(dbp/auh) Stoffwechseldiäten sind en vogue. Es gibt mehrere kommerzielle Anbieter, die auf dieser Welle reiten. Die verschiedenen Ernährungskonzepte unterscheiden sich zwar etwas in ihrer Methodik, verstehen sich aber alle als gesundheitsorientierte Programme zur Optimierung des individuell verschiedenen Stoffwechsels. Die von den Kunden angestrebte Gewichtsreduktion ist dabei quasi ein angenehmer Nebeneffekt.

Keine Blitzdiät, kein Jojo-Effekt

Allein gemein sind zwei Aspekte, die ihre Attraktivität ausmachen: Zum einen versprechen sie Abnehmwilligen nicht nur eine schlankere Silhouette, sondern auch gesundheitliche Vorteile und ein Plus an Wohlbefinden und Lebensqualität. Zum anderen handelt es sich bei den am individuellen Stoffwechsel orientierten Programmen quasi um das genaue Gegenteil von Blitz- oder Crashdiäten. Diese ziehen nämlich unweigerlich den gefürchteten Jojo-Effekt nach sich. Das kann bei den Stoffwechseldiäten schon deshalb nicht passieren, weil sie eine lebenslange Ernährungsumstellung empfehlen und keine extreme Kalorienreduktion für einen überschaubaren Zeitraum.

Individuelles Vorgehen

Dauerhafte Ernährungsumstellung ist zwar auch das Zauberwort bei den Vertretern der Low-Carb- oder Low-Fat-Programmen sowie bei den staatlich unterstützten Empfehlungen zur Gewichtsreduktion, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) unter dem Motto „Ich nehme ab“ propagiert werden. Doch während diese jeweils nur eine bestimmte Strategie verfolgen, die für alle Übergewichtigen geeignet sein soll, betonen die Vertreter der Stoffwechseldiäten die physiologischen Unterschiede zwischen den Menschen. Damit ist keineswegs nur die Dynamik der Stoffwechselaktivität gemeint.

Low Carb ist gut – aber nicht für jeden

Die Hypothese lautet: Gesund abnehmen funktioniert bei jedem Menschen anders. Je nach zugrunde liegender Theorie geht man von drei bis fünf verschiedenen „Stoffwechseltypen“ aus. Stark verkürzt ausgedrückt: Während der eine das Ziel erreicht, indem er reichlich Proteine, wertvolle Fette und nur wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt, braucht der andere eine kohlenhydratreiche, aber fettarme Kost.

Mithilfe verschiedener Analysetechniken (Fragebogen, Bluttest oder Atemluftmessung) wird zunächst ermittelt, zu welchem Ernährungstyp der Kunde gehört. Anhand der Ergebnisse werden dann die „typgerechten“ Ernährungsempfehlungen erstellt. Dass es diese verschiedenen Typen gibt, ist zwar wissenschaftlich nicht belegt, hat aber Charme. Denn dieser Ansatz erklärt vor allem solchen Klienten, die bereits mehrere Diäten ausprobiert haben, warum es bisher nicht klappen konnte mit dem Abnehmen.

Es scheint vor allem dieser psychologische Aspekt zu sein, der zum Erfolg der Stoffwechseldiäten beiträgt. Die persönliche Betreuung und die individuell zugeschnittenen Ernährungspläne stellen eine Bindung her, die ganz wesentlich für eine dauerhafte Gewichtsreduktion verantwortlich ist.