Dem Feuer übergeben

Eine häufige Form der Bestattung nach einer Einäscherung ist die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof im Einzel- oder Familiengrab. (Foto: Fotolia / Kzenon)
Eine häufige Form der Bestattung nach einer Einäscherung ist die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof im Einzel- oder Familiengrab. (Foto: Fotolia / Kzenon)

Eine Feuerbestattung ist Voraussetzung für mehrere Bestattungsformen.

(dbp/fru) Hierzulande werden Feuerbestattungen (Einäscherungen) fast genauso häufig durchgeführt wie Erdbestattungen – in deutschen Großstädten sogar deutlich häufiger. Zum einen liegt es daran, dass die Bestattung dadurch i. d. R. günstiger wird, zum anderen, dass es den Hinterbliebenen mehrere Möglichkeiten der Bestattung einräumt und somit auch ggf. die Wünsche des Verstorbenen besser berücksichtigt werden können.

Ein wichtiger Grund, warum sich inzwischen viele für die Urne entscheiden: Hier sind kleinere Grabflächen möglich und damit ein geringerer Pflegeaufwand. Denn heutzutage ist es nicht mehr üblich, dass die Familie am gleichen Ort lebt. Kinder von Verstorbenen, die vielleicht eine mehrstündige Anreise haben, können es kaum leisten, ein größeres Grab zu pflegen und instand zu halten. Ein kleines Urnengrab ist hier ein guter Kompromiss. Besteht schon ein Familiengrab, kann die Urne meist auch dort beigesetzt werden.

Auch Sonderformen erlaubt

Menschen sollten sich schon zu Lebzeiten Gedanken darüber machen, wie und wo sie beigesetzt werden möchten, sagt der Bundesverband Deutscher Bestatter. Der Wunsch einer bestimmten Bestattungsart müsse dann in Form einer letztwilligen Verfügung auch dokumentiert sein. Fehlt eine entsprechende schriftliche Erklärung, entscheiden die Angehörigen.

Die Einäscherung ist Voraussetzung für einige Bestattungsformen. Denn neben der herkömmlichen Beisetzung auf dem Friedhof im Einzel- oder Familiengrab gibt es auch Sonderbestattungsformen, die eine Brandbestattung notwendig machen. So können Urnen auch unter Bäumen in einem Friedwald beigesetzt werden oder die Asche wird auf hoher See oder in der Luft verstreut. In diesem Fall gilt: Was weg ist, ist weg. Und da viele Menschen einen festen Ort zum Trauern benötigen, sollte das bei der Wahl der Beisetzungsform unbedingt mitbedacht werden.